- USD/CHF steigt, da die Marktstimmung aufgrund der Unabhängigkeit der Federal Reserve vorsichtiger wird.
- Die Fed wird voraussichtlich im September eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornehmen, nachdem die Arbeitsmarktdaten schwächer ausgefallen sind.
- Der CHF schwächt sich aufgrund von Bedenken über die Auswirkungen der US-Zölle auf die Schweizer Exporte.
USD/CHF gewinnt weiterhin Boden und handelt während der europäischen Handelsstunden am Dienstag um 0,8110. Das Paar bleibt stark, da der US-Dollar (USD) vor der Veröffentlichung der US-ISM-Einkaufsmanagerindex (EMI)-Daten, die später am Tag fällig sind, ansteigt.
Die Risikoaversion nahm zu, nachdem die US-Notenbank (Fed) Gouverneurin Adriana Kugler am Montag unerwartet zurückgetreten war. Dies hat die Bedenken über die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) verstärkt, da Präsident Donald Trump nun früher als erwartet die Möglichkeit hat, die Richtung der Zentralbank zu beeinflussen. Trump könnte einen Nachfolger nominieren, der möglicherweise stärker mit seinen Forderungen nach niedrigeren Zinsen übereinstimmt.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte im September ihre Zinsen senken, nachdem schwächere Arbeitsmarktdaten die Sorgen um die Konjunkturaussichten der USA verstärkt haben. Mary C. Daly, Präsidentin der Fed-Bank von San Francisco, nannte zahlreiche Gründe, warum Zinssenkungen in Betracht gezogen werden sollten. Die anhaltende Unsicherheit macht es den Fed-Vertretern jedoch schwer, zu schnell Zinssenkungen zu beschließen. Wir können nicht warten, bis wir sicher sind, dass es keine anhaltende Inflation gibt, sondern müssen eine Entscheidung auf der Grundlage der wahrscheinlichsten Entwicklung treffen, fügte Daly hinzu.
Das Paar USD/CHF legte ebenfalls zu, da der Schweizer Franken (CHF) angesichts wachsender Sorgen über die Auswirkungen der US-Zölle auf Schweizer Exporte zu kämpfen hat. Am 1. August kündigte die Trump-Regierung eine Erhöhung der Zölle auf Schweizer Waren von 31 % auf 39 % an, die am 7. August in Kraft trat. Die höheren Zölle dürften den Disinflationsdruck in der Schweiz verstärken. Unterdessen stieg die Inflation im Juli leicht auf 0,2 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit über den Prognosen von 0,1 %.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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