• USD/CAD schwächt sich, während der rohstoffgebundene Kanadische Dollar Unterstützung von höheren Ölpreisen erhält.
  • Rohölpreise steigen aufgrund sinkender russischer Rohöl-Exporte und Versorgungsunterbrechungen in wichtigen US-Produktionsregionen.
  • Der US-Dollar gleicht seine täglichen Verluste aufgrund steigender Risikoaversion aus.

USD/CAD bleibt am Montag im europäischen Handel zum sechsten Mal in Folge gedämpft und wird um 1,3690 gehandelt. Das Paar wertet ab, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung durch höhere Ölpreise erhält, angesichts Kanadas Status als größter Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US).

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl setzt seine Gewinne in der zweiten Sitzung in Folge fort und wird zum Zeitpunkt des Schreibens bei rund 61,10 USD gehandelt. Die Rohölpreise steigen, unterstützt durch sinkende russische Rohöl-Exporte und Versorgungsunterbrechungen in wichtigen Produktionsregionen der Vereinigten Staaten (US).

Reuters berichtete am Freitag unter Berufung auf Schiffsverfolgungsdaten von Kpler, dass die russischen Rohöl-Exporte nach Asien im Januar bisher etwa 1,2 Millionen metrische Tonnen (ca. 246.000 bpd) betragen haben, was die Lieferungen auf einen dritten monatlichen Rückgang in Folge zusteuern lässt. Unterdessen haben sich die venezolanischen Lieferungen nach China verringert, nachdem die USA Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen haben, was das Angebot an hochschwefelhaltigem Rohöl in Asien, das sowohl als Raffineriefutter als auch als Bunkeröl verwendet wird, verknappen könnte und die Preise stützt.

Der Abwärtstrend des USD/CAD-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) seine täglichen Verluste ausgleicht, unterstützt durch die gestiegene Risikoaversion, die auf Handels- und geopolitische Spannungen zurückzuführen sein könnte.

US-Präsident Donald Trump drohte, 100% Zölle auf kanadische Waren zu erheben, falls Ottawa ein Handelsabkommen mit China abschließen sollte. Der kanadische Premierminister Mark Carney erklärte am Sonntag, dass Ottawa keine Pläne habe, ein Freihandelsabkommen mit China zu suchen. Trump warnte auch, dass sich eine US-Flugzeugträgerstreitmacht auf den Weg in den Nahen Osten macht, während die Spannungen mit dem Iran zunehmen.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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