• USD/CAD verzeichnet moderate Gewinne um 1,3720 in der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag. 
  • Es wird erwartet, dass die BoC und die Fed die Zinsen bei ihrer geldpolitischen Sitzung am Mittwoch unverändert lassen. 
  • Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und Sorgen über eine weitere US-Regierungsstilllegung könnten den US-Dollar belasten. 

Das Paar USD/CAD handelt am Dienstag während der asiatischen Handelsstunden mit leichten Gewinnen nahe 1,3720. Der Aufwärtstrend des Paares könnte jedoch begrenzt sein, da die Unsicherheit über die Federal Reserve (Fed) und die Sorgen über eine weitere US-Regierungsstilllegung Verkaufsdruck auf den US-Dollar (USD) gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD) ausüben könnten. Die Zinsentscheidungen der Fed und der Bank of Canada (BoC) werden am Mittwoch die Höhepunkte sein. 

Es wird allgemein erwartet, dass die BoC ihren Leitzins bei 2,25% auf ihrer Sitzung im Januar unverändert lässt, da die Inflation innerhalb der Zielspanne bleibt. Auch die US-Notenbank wird voraussichtlich am Mittwoch unverändert bleiben, obwohl sie mit verschiedenen Problemen konfrontiert ist, darunter die Versuche von US-Präsident Donald Trump, die Unabhängigkeit der Zentralbank zu untergraben, und Fragen darüber, wer Jerome Powell als Vorsitzenden ersetzen wird, wenn seine Amtszeit im Mai endet.

Trump sagte letzte Woche, dass er bald seinen Vorschlag für den nächsten Fed-Vorsitzenden bekannt geben werde, um Jerome Powell zu ersetzen. Spekulationen über den nächsten Fed-Vorsitzenden könnten den Greenback belasten, da die Märkte einen Kandidaten erwarten, der schnellere Zinssenkungen bevorzugt. 

Die US-Regierung steuert auf eine teilweise Stilllegung zu, da der führende Demokrat im US-Senat, Chuck Schumer, verspricht, ein Finanzierungspaket abzulehnen, das Mittel für das Ministerium für Innere Sicherheit umfasst. Der Kongress hat eine Frist bis zum 30. Januar, um die Regierung zu finanzieren, oder riskiert eine teilweise Regierungsstilllegung, die den USD gegenüber dem CAD belasten könnte. 

Andererseits könnten erneute Zollbedrohungen von Trump den Aufwärtstrend des Loonie begrenzen. Trump drohte am Samstag, 100% Zölle auf kanadische Waren zu erheben, wenn das Land ein Handelsabkommen mit China abschließt, was Ängste vor einem erneuten Handelskrieg schürt. 

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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