• USD/CAD stabilisiert sich, da schwächere Ölpreise, die durch die Spannungen zwischen den USA und der EU verursacht werden, die globale Nachfrage belasten.
  • Präsident Trump sagte, dass eine 10%ige Zollgebühr auf Waren aus acht europäischen Ländern am 1. Februar aufgrund von Grönland in Kraft treten würde.
  • Der Greenback könnte sich stärken, da die US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen für weitere Zinssenkungen der Fed auf Juni verschieben.

USD/CAD steigt leicht an, nachdem es in der vorherigen Sitzung moderate Verluste verzeichnete, und handelt während der asiatischen Stunden am Dienstag bei etwa 1,3870. Das Paar wertet auf, während der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) aufgrund niedrigerer Ölpreise unter Druck steht, angesichts Kanadas Status als größter Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US).

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl sinkt leicht nach zwei Tagen mit Gewinnen und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 59,30 USD pro Barrel. Die Rohölpreise fallen, da steigende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und der Europäischen Union (EU) die Aussichten für die globale Ölnachfrage trüben.

Das Aufwärtspotenzial bei USD/CAD könnte jedoch begrenzt sein, da der US-Dollar aufgrund steigender Unsicherheit über das US-Grönland-Thema unter Druck gerät. US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, dass eine 10%ige Zollgebühr auf Waren aus den EU-Mitgliedstaaten Dänemark, Schweden, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Finnland sowie Großbritannien und Norwegen am 1. Februar in Kraft treten würde, bis den USA der Kauf Grönlands gestattet wird. In Reaktion darauf stimmten die Botschafter der Europäischen Union am Sonntag zu, die Bemühungen zur Abschreckung der Zölle zu verstärken und bereiteten auch Vergeltungsmaßnahmen vor, falls die Abgaben umgesetzt werden.

Der Greenback könnte sich stärken, da die US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen für zusätzliche Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) auf Juni verschoben haben. Fed-Vertreter haben eine begrenzte Dringlichkeit signalisiert, die Politik weiter zu lockern, ohne klarere Beweise dafür, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2%-Ziels bewegt. In Anbetracht dieser Verschiebung haben Analysten von Morgan Stanley ihre Prognose für 2026 auf eine Zinssenkung im Juni, gefolgt von einer weiteren im September, überarbeitet, anstelle der zuvor erwarteten Senkungen im Januar und April.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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