- USD/CAD startet die neue Woche schwächer aufgrund einer breiten USD-Schwäche.
- Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed belasten den USD trotz reduzierter Wetten auf Zinssenkungen.
- Rückläufige Ölpreise und sinkende Chancen auf eine straffere BoC-Politik könnten den Loonie begrenzen.
Das USD/CAD-Paar zieht zu Beginn einer neuen Woche einige Verkaufsorders an und beendet eine neuntägige Gewinnserie auf dem höchsten Stand seit dem 5. Dezember, rund um die Region von 1,3920, die am Freitag erreicht wurde. Der intraday Rückgang wird durch eine breite USD-Schwäche unterstützt und zieht die Spotpreise in der letzten Stunde wieder unter den 200-Tage-Simple Moving Average (SMA).
Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, sagte, dass die Bedrohung durch strafrechtliche Anklagen eine Folge der Tatsache ist, dass die Zentralbank die Zinssätze auf der Grundlage der besten Einschätzung festlegt, was dem öffentlichen Interesse dient, anstatt den Präferenzen des Präsidenten zu folgen. Dies verstärkt die Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und ihrer Fähigkeit, frei von politischer Einflussnahme zu agieren, was den USD von seinem höchsten Stand seit dem 5. Dezember, der am Freitag erreicht wurde, abzieht und den USD/CAD-Kurs unter Druck setzt.
In der Zwischenzeit sagte der US-Präsident Donald Trump am Sonntag, dass er eine Reihe von Reaktionen auf die Unruhen im Iran in Betracht ziehe, einschließlich möglicher militärischer Maßnahmen. Dies kommt zusätzlich zum langwierigen Russland-Ukraine-Krieg und hält geopolitische Risiken im Spiel. Dies könnte zusammen mit reduzierten Wetten auf eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik durch die Fed als Rückenwind für den USD wirken. Darüber hinaus könnte ein intraday Rückgang der Rohölpreise den rohstoffgebundenen Loonie untergraben und das USD/CAD-Paar unterstützen.
Der Kanadische Dollar (CAD) wird zusätzlich durch Anzeichen einer Schwächung der inländischen Arbeitsmarktbedingungen unter Druck gesetzt, was die Wetten auf eine straffere Bank of Canada (BoC)-Politik dämpft. Im Gegensatz dazu zeigte der vielbeachtete US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht am Freitag, dass die Arbeitslosenquote im Dezember auf 4,4% gesunken ist und die Bedenken hinsichtlich des Arbeitsmarktberichts gemildert hat, was die Argumentation für die Fed stärkt, die Zinsen länger hoch zu halten. Dies könnte helfen, tiefere USD-Verluste zu begrenzen und erfordert Vorsicht für die USD/CAD-Bären.
Händler könnten sich auch entscheiden, sich im Vorfeld der neuesten US-Inflationszahlen – des Verbraucherpreisindex (CPI) und des Erzeugerpreisindex (PPI) am Dienstag und Mittwoch – zurückzuhalten. Dies macht es wiederum ratsam, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass das USD/CAD-Paar kurzfristig seinen Höchststand erreicht hat und sich für einen signifikanten Korrekturrückgang positioniert.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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