• USD/CAD verliert an Boden, da schwächere US-Inflationsdaten die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Fed verstärken.
  • US-Finanzminister Scott Bessent sagte, dass Präsident Trumps Drohung, 100% Zölle auf chinesische Waren zu erheben, "vom Tisch ist."
  • Präsident Trump setzte eine zusätzliche Zollsteigerung von 10% auf Kanada fest, als Reaktion auf eine Werbung aus Ontario, die während der World Series ausgestrahlt wurde.

USD/CAD wertet nach zwei Tagen mit geringen Gewinnen ab und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Montag bei etwa 1,3980. Das Paar verliert an Boden, da der US-Dollar (USD) nach der Veröffentlichung schwächerer US-Inflationsdaten am Freitag vor Herausforderungen steht, was die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) erhöht. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von fast 97% für eine Zinssenkung durch die Fed im Oktober und eine 96%ige Möglichkeit für eine weitere Senkung im Dezember einpreisen.

Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) berichtete am Freitag, dass der US-Verbraucherpreisindex (VPI) im September um 3,0% im Jahresvergleich (YoY) gestiegen ist, nach 2,9% im Vormonat. Dieser Wert lag unter den Markterwartungen von 3,1%. Der monatliche VPI stieg um 0,3%, gegenüber einem Anstieg von 0,4% im August. Die Kerninflation des VPI erhöhte sich um 0,2% im Monatsvergleich, verglichen mit dem Marktkonsens von 0,3%, während die jährliche Kerninflation im September um 3,0% anstieg.

Allerdings könnte der Abwärtstrend des USD/CAD-Paares begrenzt sein, da der US-Dollar Unterstützung erhalten könnte, während die Handels Spannungen zwischen den USA und China nachlassen. Die Hauptverhandler der USA und Chinas erzielten einen Konsens über wichtige Streitigkeiten und ebneten den Weg für die Treffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping am Donnerstag, um ein Handelsabkommen abzuschließen, das darauf abzielt, die Spannungen zu verringern.

Zusätzlich sagte US-Finanzminister Scott Bessent, dass Präsident Trumps Drohung, 100% Zölle auf chinesische Waren zu erheben, "effektiv vom Tisch ist", und fügte hinzu, dass China Sojabohnen kaufen und die Exportkontrollen für Seltene Erden verschieben wird.

Präsident Trump kündigte am Samstag an, dass er die Zölle auf Kanada um zusätzliche 10% "über das, was sie jetzt zahlen" erhöhen werde. Dieser Schritt erfolgte als Reaktion auf eine Werbung aus der Provinz Ontario in Kanada, die während der Übertragung der World Series ausgestrahlt wurde. Trump hatte bereits am Donnerstag die Handelsgespräche mit Ottawa gestoppt und die zollbezogene Werbung als irreführend bezeichnet.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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