- USD/CAD tritt in eine bullische Konsolidierungsphase nahe dem am Montag erreichten Ein-Monats-Hoch ein.
- Bärische Ölpreise schwächen den Loonie angesichts von Sorgen über einen Handelskrieg zwischen den USA und Kanada.
- Ein moderater USD-Anstieg bietet zusätzliche Unterstützung für das Hauptwährungspaar und begünstigt bullische Händler.
Das Währungspaar USD/CAD hält sich während der asiatischen Sitzung am Dienstag um die psychologische Marke von 1,4500 stabil und bleibt nahe dem am Vortag erreichten Ein-Monats-Hoch. Der US-Dollar (USD) tickt höher, da Bedenken bestehen, dass die Zölle von US-Präsident Donald Trump die Inflation wieder anheizen und die Federal Reserve (Fed) zwingen könnten, die Zinssätze länger hoch zu halten. Darüber hinaus untergraben bärische Rohölpreise den rohstoffgebundenen Loonie angesichts von Sorgen über den Handelskrieg zwischen den USA und Kanada und wirken als Rückenwind für das Währungspaar.
Aus technischer Sicht begünstigt der gute Sprung über Nacht aus der Nähe des 50-Tage Simple Moving Average (SMA) und die anschließende Bewegung über das 50%-Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs vom Mehrjahreshoch im Februar die bullishen Händler. Darüber hinaus bleiben die Oszillatoren auf dem Tages-Chart komfortabel im positiven Bereich und sind noch weit davon entfernt, sich im überkauften Bereich zu befinden. Dies deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die USD/CAD-Paarung weiterhin nach oben führt und die Aussichten auf weitere Kursgewinne unterstützt.
Daher scheint eine Fortsetzung der Stärke in Richtung eines Tests des Bereichs von 1,4545 oder des 1-Monats-Hochs, das mit dem 61,8-Prozent-Fibo-Level zusammenfällt, eine klare Möglichkeit zu sein. Niveau zusammenfällt, eine klare Möglichkeit zu sein. Einige Anschlusskäufe würden den Weg für eine Ausweitung des fast zweiwöchigen Aufwärtstrends ebnen und es dem USD/CAD-Paar ermöglichen, die runde Marke von 1,4600 zurückzuerobern. Das Momentum könnte sich weiter in Richtung der Zwischenhürde 1,4665-1,4670 ausdehnen, auf dem Weg in Richtung 1,4700 oder dem höchsten Stand seit April 2003, der am 3. Februar erreicht wurde.
Auf der anderen Seite könnte eine Schwäche unterhalb des 50%-Fibo Niveau, im Bereich von 1,4470, weiterhin einige Dip-Käufer in die Nähe von 1,4400 oder des 38,2-Prozent-Fibo-Levels locken. Niveaus. Dies dürfte dazu beitragen, den Abwärtstrend im Bereich von 1,4360-1,4350 oder dem 50-Tage-SMA zu begrenzen. Auf der anderen Seite könnten einige Anschlussverkäufe den Trend zugunsten der bearishen Händler verschieben und das USD/CAD-Paar in Richtung 1,4300 (23,6%-Fibo) drücken, auf dem Weg zur nächsten wichtigen Unterstützung im Bereich 1,4240-1,4235.
USD/CAD Tageschart
Kanadischer Dollar FAQs
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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