• USD/CAD bleibt zum dritten Mal in Folge in einem positiven Trend angesichts der unterschiedlichen Erwartungen von Fed und BoC.
  • Der Ausbruch in dieser Woche über den 100-Tage-SMA begünstigt die Bullen und unterstützt die Aussicht auf zusätzliche Gewinne.
  • Ein signifikanter korrigierender Rückgang könnte jetzt als Kaufgelegenheit angesehen werden und dürfte begrenzt bleiben.

Das Währungspaar USD/CAD handelt am Donnerstag mit einer positiven Tendenz zum dritten Mal in Folge und schwebt in der Nähe der 1,3880-Region, dem höchsten Niveau seit dem 21. Mai, während der asiatischen Sitzung.

Die hawkischen FOMC-Protokolle, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, wirken als Rückenwind für den US-Dollar (USD). Darüber hinaus gleicht die dovish Haltung der Bank of Canada (BoC) einen moderaten Anstieg der Rohölpreise aus und belastet weiterhin den kanadischen Dollar (CAD), was als zusätzliche Unterstützung für das USD/CAD-Paar angesehen wird.

Aus technischer Sicht begünstigt der Ausbruch dieser Woche über den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und die runde Zahl von 1,3800 die bullischen Händler. Darüber hinaus halten sich die Oszillatoren im Tageschart im positiven Bereich und deuten darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das USD/CAD-Paar nach oben bleibt.

Einige Anschlusskäufe über die Marke von 1,3900 würden die konstruktiven Aussichten bestätigen und die Kassapreise weiter in Richtung der 1,3950-Intermediärhürde auf dem Weg zur psychologischen Marke von 1,4000 anheben. Dies wird gefolgt von dem Hoch im Mai, das sich im Bereich von 1,4015 befindet, welches, wenn es überwunden wird, als neuer Auslöser für die Bullen angesehen würde.

Auf der anderen Seite scheint das nächtliche Tief im Bereich von 1,3855-1,3850 nun die unmittelbare Abwärtsseite zu schützen. Ein weiterer Rückgang könnte jetzt als Kaufgelegenheit angesehen werden und dürfte eher in der Nähe der Marke von 1,3800 begrenzt bleiben. Dies wird gefolgt vom 100-Tage-SMA, der sich im Bereich von 1,3790 befindet.

Ein überzeugender Durchbruch darunter könnte technische Verkäufe auslösen und das USD/CAD-Paar anfällig machen, um den Rückgang in Richtung der horizontalen Zone von 1,3755-1,3750, der Region 1,3720 und der Marke von 1,3700 auszudehnen. Das Versäumnis, die genannten Unterstützungsniveaus zu verteidigen, könnte die kurzfristige Tendenz wieder zugunsten bärischer Händler verschieben.

USD/CAD Tageschart

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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