• USD/CAD bleibt stabil angesichts nachlassender geopolitischer und Handels Spannungen zwischen den USA und Europa.
  • Präsident Trump hat seine Haltung geändert, nachdem er ein Rahmenabkommen mit der NATO für einen möglichen Deal gesichert hat, obwohl die Einzelheiten unklar bleiben.
  • Die Ölpreise steigen, da der CEO von Saudi Aramco die Überversorgung herunterspielt und eine robuste Nachfrage aus den Schwellenländern anführt.

USD/CAD beendet seine vier Tage andauernde Verlustserie und handelt während der europäischen Handelsstunden am Freitag um 1,3790. Das Paar hält sich stabil, während der US-Dollar (USD) sich von den Verlusten der vorherigen Sitzung erholt, angesichts nachlassender geopolitischer und Handels Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Europa. Händler warten auf die vorläufige Lesung des US S&P Global Einkaufsmanagerindex (PMI), die später am Freitag veröffentlicht wird.

US-Präsident Donald Trump warnte zunächst mehrere europäische Nationen, die sich gegen seinen Übernahmeplan für Grönland aussprachen, vor neuen Zöllen, änderte jedoch später seine Haltung, nachdem er ein Rahmenabkommen mit der NATO für einen möglichen zukünftigen Deal erreicht hatte. Das US-NATO-Abkommen bleibt jedoch unklar, und die Märkte spekulieren, dass es Mineralrechte und Raketenstationierungen umfassen könnte.

Der jährliche Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve (Fed), stieg im November um 2,8%, nach einem Anstieg von 2,7% im Oktober und entsprach den Markterwartungen. Es wird allgemein erwartet, dass die Federal Reserve nächste Woche die Zinssätze beibehält. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine 95%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember ein.

Das USD/CAD-Paar könnte weiter schwächer werden, da der Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung erhalten könnte, angesichts höherer Ölpreise, da Kanada der größte Rohöl-Exporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl steigt, nachdem er in der vorherigen Sitzung über 2% verloren hat, und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens um 59,60 USD pro Barrel. Die Rohölpreise steigen, da der CEO von Saudi Aramco die Sorgen über eine Überversorgung zerstreut und eine robuste Nachfrage in den Schwellenländern hervorhebt, wobei der globale Verbrauch im letzten Jahr Rekordhöhen erreicht hat und voraussichtlich bis 2026 weiter steigen wird.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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