• USD/CAD bewegt sich wenig, da Händler Vorsicht vor den Wirtschaftsdaten beider Länder walten lassen.
  • Der Headline-PCE wird voraussichtlich um 2,6 % im Jahresvergleich steigen, während der Kern-PCE im Juli um 2,9 % zunehmen soll.
  • Der rohstoffgebundene CAD könnte aufgrund steigender Rohölpreise an Stärke gewinnen.

USD/CAD stoppt seine dreitägige Verlustserie und pendelt während der asiatischen Handelsstunden am Freitag um 1,3750. Das Paar hält seine Position, während der US-Dollar (USD) ansteigt, da die US-Wirtschaft im zweiten Quartal gewachsen ist. Das US Bureau of Economic Analysis (BEA) veröffentlichte am Donnerstag die annualisierten Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), die einen Anstieg von 3,3 % im zweiten Quartal zeigen, was schneller ist als der ursprünglich geschätzte Anstieg von 3,1 % und 3,0 % zuvor.

Händler warten auf den Preisindex der persönlichen Verbrauchsausgaben (PCE) für Juli, der später in der nordamerikanischen Sitzung fällig ist, die letzte wichtige Inflationsveröffentlichung vor der Sitzung der Federal Reserve im September. Der Headline-PCE wird voraussichtlich im Juli um 2,6 % im Jahresvergleich steigen, während der Kern-PCE im gleichen Zeitraum um 2,9 % zunehmen soll. Die positiven Zahlen könnten die anhaltende dovishe Stimmung in Bezug auf die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) abschwächen. Darüber hinaus werden auch die BIP-Daten Kanadas am Freitag beobachtet.

Die Marktstimmung wird vorsichtig aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed, die durch die jüngsten Äußerungen des US-Vizepräsidenten JD Vance ausgelöst wurden. Vance bestätigte in einem Interview mit USA Today am Donnerstag das Ende der Autonomie der Federal Reserve. Er bemerkte: "Ich denke nicht, dass wir Bürokraten Entscheidungen über die Geldpolitik und die Zinssätze ohne jeglichen Input von den Personen zulassen, die gewählt wurden, um dem amerikanischen Volk zu dienen... POTUS ist viel besser in der Lage, diese Entscheidungen zu treffen."

Der USD/CAD könnte an Boden verlieren, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) aufgrund verbesserter Rohölpreise an Stärke gewinnen könnte. Es ist erwähnenswert, dass Kanada der größte Ölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl bleibt am dritten aufeinanderfolgenden Tag stark und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 64,10 USD pro Barrel.

Die Rohölpreise gewinnen an Boden aufgrund anhaltender geopolitischer Spannungen und Versorgungsrisiken, während Händler die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Exportterminals verfolgen und auf mögliche Kommentare von US-Präsident Donald Trump zu strengeren Sanktionen warten.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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