- USD/CAD verzeichnet moderate Gewinne nahe 1,3685 in der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag.
- Die kanadische Inflation stieg im Juni auf 1,9%, was die Erwartungen an Zinssenkungen der BoC verringert.
- Die US-PPI-Inflation blieb im Juni unverändert und war schwächer als erwartet.
Das Währungspaar USD/CAD handelt mit leichten Gewinnen um 1,3685 während der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag. Die reduzierten Wetten auf Zinssenkungen der Bank of Canada (BoC) bieten etwas Unterstützung für den kanadischen Dollar (CAD). Händler werden die US-Einzelhandelsumsätze für Juni im Auge behalten, gefolgt von den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und dem Philly Fed Manufacturing Index, die später am Donnerstag fällig sind.
Die Inflation in Kanada, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), stieg im Juni im Jahresvergleich auf 1,9% von 1,7% im Mai, wie die Daten von Statistics Canada am Dienstag berichteten. Ökonomen erwarten allgemein, dass der neue Bericht eine Zinssenkung der BoC am 30. Juli unwahrscheinlich macht. Anleger sehen eine 5%ige Wahrscheinlichkeit, dass die kanadische Zentralbank ihren Leitzins von derzeit 2,75% auf der Sitzung im Juli senkt, nach zuvor 14% vor dem kanadischen VPI-Bericht.
Auf der USD-Seite blieb der Erzeugerpreisindex (EPI), ein Maß für die Großhandelspreise, im Juni unerwartet unverändert. Diese Zahl lag unter dem Marktkonsens von 0,2%. Unterdessen stieg der Kern-EPI im Juni um 2,6% im Jahresvergleich gegenüber 3,0% zuvor, was schwächer als die erwarteten 2,7% war.
Der Bericht über die Großhandelsinflation unterstützt die Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) ihren Leitzins bei der Sitzung im Juli im Bereich von 4,25%-4,50% unverändert lassen wird. Fed-Beamte sagten, sie seien vorsichtig hinsichtlich der Auswirkungen von Zöllen auf die Inflation und glauben, dass die US-Wirtschaft in der richtigen Position sei, um abzuwarten, welche Auswirkungen dies hat, bevor sie den nächsten Schritt machen. Die vorsichtige Haltung der Fed könnte den Greenback kurzfristig gegenüber dem Loonie stützen.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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