- USD/CAD schwächt sich am Mittwoch im frühen asiatischen Handel auf etwa 1,3910.
- Der US-Dollar gibt nach, da Vorsicht über die US-Wirtschaft herrscht.
- Ein Anstieg der Rohölpreise hebt den rohstoffgebundenen Loonie.
Das Paar USD/CAD setzte seinen Rückgang während der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch auf etwa 1,3910 fort. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem kanadischen Dollar (CAD) angesichts erneuter Bedenken über die US-Wirtschaft. Die Händler werden die Rede von Thomas I. Barkin von der Federal Reserve (Fed) später am Mittwoch im Auge behalten.
Der Greenback bleibt unter Verkaufsdruck nach der Herabstufung der US-Staatsanleihen durch Moody’s am vergangenen Freitag aufgrund von Defizitbedenken. Die Herabstufung unterstreicht wachsende Sorgen über die fiskalische Verschlechterung und durch Zölle verursachte Verzerrungen unter US-Präsident Donald Trump.
"Die Moody’s-Herabstufung war der Katalysator, der die Renditen nach oben und den Dollar nach unten drückte. Jetzt sind die Renditen von diesen Höchstständen gefallen und der Dollar bleibt weiterhin niedriger," sagte Vassili Serebriakov, Währungsstratege bei UBS in New York.
Unterdessen hat keiner der Fed-Vertreter die Tür für Zinssenkungen während einer anhaltenden wirtschaftlichen Verlangsamung in den USA geöffnet. Am Montag sagte Raphael Bostic von der Atlanta Fed, dass er eine Zinssenkung im Jahr 2025 befürwortet.
Die Rohölpreise steigen, nachdem CNN nicht namentlich genannte US-Beamte zitiert, die sagen, dass Israel einen Angriff auf iranische Nuklearanlagen plant. Dies wiederum stärkt den rohstoffgebundenen Loonie und sorgt für Gegenwind für das Paar. Es ist erwähnenswert, dass Kanada der größte Ölexporteur in die USA ist und höhere Rohölpreise tendenziell einen positiven Einfluss auf den CAD-Wert haben.
Kanadischer Dollar FAQs
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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