• USD/CAD bewegt sich nach unten, während der USD nach dem jüngsten Anstieg auf ein Mehrmonatshoch pausiert.
  • Reduzierte Wetten auf eine Zinssenkung der Fed im Dezember begünstigen die USD-Bullen und bieten Unterstützung für die Kassakurse.
  • Rückläufige Rohölpreise untergraben den Loonie und tragen dazu bei, die Verluste des Paares zu begrenzen.

Das Paar USD/CAD driftet während der asiatischen Sitzung am Freitag nach unten und scheint nun eine zweitägige Gewinnserie zu unterbrechen, die ein fast zweiwöchiges Hoch bei Werten knapp über der Marke von 1,4100 erreicht hat, die am Vortag berührt wurde. Die Kassakurse zeigen jedoch bärische Überzeugung und bleiben auf Kurs, um starke wöchentliche Gewinne im Zuge des zugrunde liegenden bullischen Sentiments rund um den US-Dollar (USD) zu verzeichnen.

Der USD-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, stieg am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Ende Mai, da die Wetten auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed) zurückgingen. Die Erwartungen wurden durch die verzögerte Veröffentlichung des US-NFP-Berichts untermauert, der zeigte, dass die Wirtschaft im September 119.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, verglichen mit den Konsensschätzungen von 50.000, und folgte auf den Rückgang um 4.000 (revidiert von +22.000) im August. Dies hilft, die Bedenken über den sich abschwächenden Arbeitsmarkt zu mildern und gleicht einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,4% von 4,3% aus.

Die USD-Bullen machen jedoch am letzten Tag der Woche eine Verschnaufpause, da die Bedenken über die schwächelnde wirtschaftliche Dynamik im Zuge des größten US-Regierungsstillstands aller Zeiten wachsen. Der kanadische Dollar (CAD) hingegen wird weiterhin durch Daten, die Anfang dieser Woche veröffentlicht wurden, untergraben, die auf Anzeichen einer nachlassenden inländischen Inflationsdruck hinweisen. Darüber hinaus untergräbt der anhaltende Verkaufsdruck bei Rohölpreisen den rohstoffgebundenen Loonie und begrenzt die Abwärtsbewegung des USD/CAD-Paares, was eine gewisse Vorsicht für bärische Händler und eine Positionierung für einen signifikanten Rückgang rechtfertigt.

Händler blicken nun auf die Veröffentlichung der monatlichen kanadischen Einzelhandelsumsatzdaten und der vorläufigen US-PMIs für einen Impuls später während der nordamerikanischen Sitzung. Abgesehen davon werden die Reden einer Reihe einflussreicher FOMC-Mitglieder auf Hinweise zum Zinssenkungspfad der Fed untersucht, der wiederum die USD-Nachfrage antreiben wird. Dies, zusammen mit den Ölpreisdynamiken, sollte dazu beitragen, kurzfristige Handelsmöglichkeiten rund um das USD/CAD-Paar in Richtung Wochenende zu schaffen. Dennoch scheinen die Kassakurse bereit zu sein, starke wöchentliche Gewinne zu verzeichnen und bleiben nahe einem Mehrmonatshoch.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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