- USD/CAD wertet ab, während der Kanadische Dollar an Boden gewinnt, da die Ölpreise steigen.
- Das Finanzministerium Kanadas gab die Rücknahme der vorgeschlagenen digitalen Dienstleistungssteuer bekannt, um breitere Handelsverhandlungen mit den USA voranzutreiben.
- Händler warten auf die US-Arbeitsmarktdaten, um weitere Impulse für die Geldpolitik der Fed zu erhalten.
USD/CAD verliert an Boden und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 1,3670. Der Kanadische Dollar (CAD) gewinnt an Boden nach der Erklärung des Finanzministeriums Kanadas am Sonntag, dass es die digitale Dienstleistungssteuer zurückziehen wird, um breitere Handelsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten (US) voranzutreiben. Der kanadische Premierminister Mark Carney und Präsident Donald Trump vereinbarten, dass die Parteien die Verhandlungen wieder aufnehmen, um bis zum 21. Juli eine Einigung zu erzielen.
Das USD/CAD-Paar wertet ab, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung durch steigende Ölpreise erhält. Es ist wichtig zu beachten, dass Kanada der größte Rohölexporteur der Vereinigten Staaten (US) ist.
Der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) wird zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei 64,70 USD pro Barrel gehandelt. Der Anstieg der Rohölpreise könnte jedoch begrenzt sein, da die Ängste vor Versorgungsunterbrechungen aufgrund des Waffenstillstands im Nahen Osten nachlassen. Unterdessen bemerkte Präsident Donald Trump, dass er möglicherweise die Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran unterstützen könnte, wenn es friedlich sein kann. Darüber hinaus berichteten Quellen, dass OPEC+, die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihre Verbündeten, bereit waren, die Produktion im August um 411.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, nachdem bereits eine ähnliche Erhöhung für Juli geplant war.
Der Anstieg des USD/CAD-Paares könnte eingeschränkt sein, da der US-Dollar (USD) Schwierigkeiten hat, während die Händler erwarten, dass die Federal Reserve (Fed) bei der Sitzung im September die Zinsen senken wird. Daten zeigten am Freitag, dass die persönlichen Ausgaben in den USA im Mai unerwartet gefallen sind, was den zweiten Rückgang in diesem Jahr darstellt. Unterdessen fiel das persönliche Einkommen in den USA im Mai um 0,4 %, der größte Rückgang seit September 2021.
Eine Reihe wichtiger US-Beschäftigungszahlen wird später in der Woche veröffentlicht, die möglicherweise weitere frische Impulse für den geldpolitischen Ausblick der US-Notenbank (Fed) bieten. Der US-Arbeitsmarktbericht für Juni wird voraussichtlich zeigen, dass die Wirtschaft 110.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, nach 135.000 im Mai – der Schätzbereich liegt derzeit zwischen einem Höchstwert von 140.000 und einem Tiefstwert von 75.000. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Arbeitslosigkeit auf 4,3 % von 4,2 % ansteigt.
Kanadischer Dollar FAQs
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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