• USD/CAD schwächt sich, da höhere Ölpreise den rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar unterstützen.
  • Der WTI-Preis steigt, da die Industrieproduktion Chinas im Dezember um 5,2 % im Jahresvergleich zulegte.
  • Stärkere US-Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Fed bis Juni verzögert.

USD/CAD stoppt seine vier Tage währende Gewinnserie und handelt während der asiatischen Handelszeit am Montag um 1,3900. Das Paar wertet ab, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung von höheren Ölpreisen erhält, angesichts Kanadas Status als größter Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US).

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl setzt seine Gewinne in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung fort und handelt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 59,40 USD pro Barrel. Die Rohölpreise steigen nach den wichtigen Wirtschaftsdaten aus China.

Daten des Nationalen Statistikamts zeigten, dass die Industrieproduktion Chinas im Dezember um 5,2 % im Jahresvergleich (YoY) gestiegen ist, nach 4,8 % im November, unterstützt durch eine robuste exportgetriebene Fertigungstätigkeit. Das BIP Chinas wuchs im vierten Quartal 2025 um 1,2 % im Vergleich zum Vorquartal, nach 1,1 % im dritten Quartal und über dem Konsens von 1,0 %. Im Jahresvergleich verlangsamte sich das Wachstum auf 4,5 % von 4,8 %, übertraf jedoch die Erwartungen von 4,4 %.

Allerdings könnte das Potenzial für steigende Ölpreise begrenzt bleiben, da die Entspannung der Spannungen mit dem Iran die Bedenken über mögliche Versorgungsunterbrechungen verringert hat. Die Marktsorgen haben nach der Andeutung von US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche, dass er militärische Maßnahmen möglicherweise verzögern könnte, nachgelassen, nachdem der Iran versprochen hatte, keine Hinrichtungen von Protestierenden durchzuführen. Trump warnte jedoch, dass bei einer Wiederaufnahme der Hinrichtungen gewaltsame Maßnahmen ergriffen werden könnten, was einige geopolitische Risikoaufschläge im Markt belässt.

Das USD/CAD-Paar könnte wieder an Boden gewinnen, da der US-Dollar (USD) gegenüber seinen wichtigsten Konkurrenten an Wert gewinnen könnte, da stärkere US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) bis Juni nach hinten verschoben haben. Fed-Beamte haben signalisiert, dass es wenig Dringlichkeit gibt, die Politik weiter zu lockern, bis es klarere Beweise dafür gibt, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2%-Ziels bewegt.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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