- USD/CAD steigt, während der rohstoffgebundene CAD aufgrund niedriger Ölpreise kämpft.
- Der WTI-Preis könnte seinen Boden zurückgewinnen, da die Bedenken über Versorgungsunterbrechungen aufgrund erhöhter geopolitischer Spannungen im Nahen Osten zunehmen.
- Finanzminister Scott Bessent wird zusammen mit Präsident Trump während des G7-Gipfels den kanadischen Premierminister Mark Carney treffen.
USD/CAD wird während der asiatischen Handelsstunden am Montag bei etwa 1,3600 gehandelt, nachdem es sich von einem Achtmonatstief von 1,3566, das am 13. Juni verzeichnet wurde, erholt hat. Das Paar gewinnt an Boden, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) aufgrund eines Rückgangs der Rohölpreise vor Herausforderungen steht. Es ist wichtig zu beachten, dass Kanada der größte Rohöllieferant der Vereinigten Staaten (US) ist, dem größten Ölverbraucher.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl wird nach einem Rückgang von einem Fünfmonatshoch von 74,74 USD, das am 13. Juni verzeichnet wurde, um 71,90 USD pro Barrel gehandelt. Allerdings scheint das Abwärtspotenzial der Ölpreise aufgrund der erhöhten Ängste vor Versorgungsunterbrechungen angesichts der steigenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten begrenzt zu sein.
Israel und Iran setzen ihre Angriffe aufeinander fort, trotz internationaler Aufrufe zur Diplomatie und Deeskalation, berichtet CNN. Iran feuerte mehrere Wellen von ballistischen Raketen auf Israel ab. Die iranische Revolutionsgarde erklärte, ihre Raketen hätten erfolgreich israelische militärisch-industrielle Zentren und Treibstoffanlagen getroffen.
Iran informierte die Vermittler Katar und Oman, dass es nicht in Verhandlungen eintreten werde, solange es angegriffen wird. Eine Quelle wies Berichte zurück, dass Teheran Oman und Katar mit der Bitte kontaktiert habe, die Vereinigten Staaten (US) als Vermittler für einen Waffenstillstand mit Israel einzuschalten.
Das Währungspaar USD/CAD erhält auch Unterstützung durch die gestiegene Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Israel und dem Iran. Darüber hinaus berichtete die University of Michigan (UoM) am Freitag, dass der Verbraucherstimmungsindex im Juni auf 60,5 gestiegen ist und damit die Markterwartungen von 53,5 übertroffen hat. Der vorherige Wert lag bei 52,2. Händler erwarten, dass die US-Notenbank (Fed) ihren Leitzins in ihrer bevorstehenden Entscheidung am Mittwoch im Bereich von 4,25 %–4,50 % unverändert lässt.
Allerdings erhielt der Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung durch die Optimismus um das potenzielle Handelsabkommen zwischen Kanada und den USA vor dem bevorstehenden G7-Gipfel, der für den 16.-17. Juni geplant ist. US-Finanzminister Scott Bessent wird am Gipfel in Kanada teilnehmen, zusammen mit US-Präsident Donald Trump, und sich mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney treffen.
Kanadischer Dollar FAQs
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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