• USD/CAD hält Verluste, während der rohstoffgebundene CAD aufgrund verbesserter Rohölpreise gewinnt.
  • Der WTI-Preis stieg, nachdem ein ukrainischer Drohnenangriff ein Öllager im russischen Schwarzmeerhafen Novorossiysk beschädigte.
  • Kevin Hassett warnte, dass einige Daten im Oktober "nie materialisieren" könnten, da die Behörden während der Schließung keine Informationen sammeln konnten.

Der USD/CAD fällt leicht, nachdem er in der vorherigen Sitzung Gewinne verzeichnete, und wird am Freitag während der asiatischen Handelsstunden bei etwa 1,4020 gehandelt. Das Paar bleibt gedämpft, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung durch höhere Ölpreise erhält. Es ist erwähnenswert, dass Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Rohöl steigt im zweiten aufeinanderfolgenden Handelstag und wird zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 59,50 USD gehandelt, was einem Anstieg von mehr als 1,5% entspricht. Die Rohölpreise stiegen, nachdem ein ukrainischer Drohnenangriff ein Öllager im russischen Schwarzmeerhafen Novorossiysk beschädigte. Das operative Hauptquartier der Region Krasnodar teilte auf Telegram mit, dass Drohnentrümmer drei Wohnungen, eine Ölanlage in einem Umschlagkomplex und mehrere Küsteneinrichtungen getroffen hätten, so Reuters.

Das USD/CAD-Paar erfährt ebenfalls abwärts gerichteten Druck, da der US-Dollar (USD) kämpft, wobei wirtschaftliche Vorsicht in den Vereinigten Staaten (US) die verbesserte Stimmung nach dem Ende der Schließung überschattet. Der Direktor des National Economic Council, Kevin Hassett, warnte, dass einige Daten im Oktober "nie materialisieren" könnten, da mehrere Behörden während der Schließung keine Informationen sammeln konnten. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag das Gesetz zur Regierungsfinanzierung, um die rekordverdächtigen 43 Tage andauernde Regierungsstilllegung in der US-Geschichte zu beenden.

Der Greenback könnte jedoch Boden gutmachen, da vorsichtige Äußerungen der Fed die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Federal Reserve (Fed) im Dezember verringert haben. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte eine nahezu 50%ige Chance auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte durch die Fed im Dezember einpreisen, was einen Rückgang von 69% in der Vorwoche darstellt.

Der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, Alberto Musalem, betonte am Donnerstag die Notwendigkeit zur Vorsicht und wies darauf hin, dass es nur begrenzten Spielraum für eine Lockerung gibt, ohne eine zu expansive Politik zu riskieren. In der Zwischenzeit fügte der Präsident der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, hinzu, dass die Inflation mit 3% weiterhin zu hoch sei. Erste Berichte aus dem privaten Sektor für Oktober deuten auf einen abkühlenden Arbeitsmarkt und schwankendes Verbrauchervertrauen hin, wobei anhaltende Bedenken hinsichtlich der Inflation bestehen.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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