• USD/CAD könnte Unterstützung finden, da die Ölpreise sich nach Verlusten von über 2% in der vorherigen Sitzung erholen.
  • WTI steigt, da der CEO von Saudi Aramco die Überversorgung herunterspielt und eine robuste Nachfrage aus den Schwellenländern anführt.
  • Das annualisierte US-BIP wuchs im Q3 2025 um 4,4% und übertraf die Erwartungen sowie den vorherigen Wert von 4,3%.

USD/CAD hält sich nach vier Verlusttagen und handelt während der asiatischen Stunden am Freitag um 1,3790. Das Paar könnte jedoch weiter schwächer werden, da der Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung erhalten könnte, angesichts höherer Ölpreise, da Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl steigt, nachdem er in der vorherigen Sitzung über 2% verloren hat, und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens um 59,60 USD pro Barrel. Die Rohölpreise steigen, während die Märkte den globalen Ölmarkt bewerten.

Der CEO von Saudi Aramco milderte die Sorgen über eine Überversorgung und hob die robuste Nachfrage in den Schwellenländern hervor, wobei der globale Verbrauch im letzten Jahr Rekordhöhen erreichte und voraussichtlich 2026 weiter steigen wird.

Das USD/CAD-Paar sieht sich auch Herausforderungen gegenüber, da der US-Dollar (USD) aufgrund von Risikoaversion kämpft, was auf die geopolitischen Spannungen zurückzuführen sein könnte. US-Präsident Donald Trump warnte zunächst mehrere europäische Nationen, die sich gegen seinen Plan zur Übernahme Grönlands aussprachen, vor neuen Zöllen, änderte jedoch später seine Haltung, nachdem er eine Rahmenvereinbarung mit der NATO für einen möglichen zukünftigen Deal erreicht hatte.

Die Einzelheiten des US-NATO-Deals bleiben jedoch unklar, während die Märkte spekulieren, dass er Mineralrechte und Raketenstationierungen umfassen könnte. In der Zwischenzeit warnen Marktanalysten, dass Europa seine großen Bestände an US-Vermögenswerten als Druckmittel nutzen könnte, nachdem ein dänischer Pensionsfonds angekündigt hatte, sich von US-Staatsanleihen zu trennen, was die Markunsicherheit erhöht.

Das annualisierte US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal 2025 um 4,4%, was leicht über den Erwartungen und dem vorherigen Wert von 4,3% liegt. Darüber hinaus lagen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA für die Woche bis zum 17. Januar bei 200.000. Der letzte Wert lag unter den ursprünglichen Schätzungen (212.000) und war etwas höher als die 199.000 der Vorwoche (revidiert von 198.000).

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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