• USD/CAD steigt, da der US-Dollar aufgrund der Erwartungen, dass die Fed die Geldpolitik in diesem Monat stabil halten wird, an Stärke gewinnt.
  • Der US-VPI stieg im Dezember 2025 um 0,3 % im Vergleich zum Vormonat und entsprach damit den Erwartungen, während die jährliche Inflation bei 2,7 % blieb.
  • Der Kanadische Dollar könnte zulegen, da WTI steigt, nachdem Trump die Gespräche mit dem Iran angesichts der anhaltenden Proteste gestoppt hat.

USD/CAD bleibt im zweiten aufeinanderfolgenden Handelstag stark und wird am Mittwoch während der asiatischen Handelsstunden um 1,3900 gehandelt. Das Paar steigt, da der US-Dollar an Stärke gewinnt, nachdem der US-Verbraucherpreisindex (VPI) die Erwartungen weitgehend erfüllt hat, was die Auffassung verstärkt, dass die Federal Reserve (Fed) die Geldpolitik in diesem Monat wahrscheinlich stabil halten wird, auch wenn die zugrunde liegenden Preisdruckzeichen Anzeichen einer Entspannung zeigen.

Der US-Verbraucherpreisindex stieg im Dezember 2025 um 0,3 % im Vergleich zum Vormonat und entsprach den Markterwartungen und wiederholte den Anstieg, der im September zu verzeichnen war. Die jährliche Inflation bleibt wie erwartet bei einem Anstieg von 2,7 %. Unterdessen stieg der Kern-VPI, der Lebensmittel und Energie ausschließt, im Dezember um 0,2 %, was unter den Markterwartungen lag, während die jährliche Kerninflation bei 2,6 % blieb und damit ein Vierjahrestief erreichte.

Die Daten lieferten ein klareres Zeichen für eine nachlassende Inflation, nachdem frühere Veröffentlichungen durch Shutdown-Effekte verzerrt waren. Der starke Nonfarm Payrolls-Bericht vom letzten Freitag, ein Rückgang der Arbeitslosenquote und ein solider vierwöchiger Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderungen deuten jedoch auf einen widerstandsfähigen Arbeitsmarkt hin.

Der Aufwärtstrend des USD/CAD-Paares könnte eingeschränkt sein, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung durch höhere Ölpreise erhalten könnte. Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl schwebt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nahe den Zweimonatshochs und wird bei rund 60,70 USD pro Barrel gehandelt.

Die Rohölpreise stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump die Gespräche mit iranischen Beamten bis zur Beruhigung der Proteste gestoppt hatte und seine Unterstützung für die Demonstranten äußerte. Die anhaltenden Unruhen im Iran, zusammen mit dem Risiko einer US-Beteiligung, bedrohen die Ölproduktion des Landes von etwa 3,3 Millionen Barrel pro Tag. Trump warnte auch, dass Länder, die weiterhin Geschäfte mit dem Iran machen, mit einem neuen Zoll von 25 % rechnen müssten, was die Bedenken über mögliche Versorgungsunterbrechungen verstärkt.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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