• USD/CAD kämpft weiterhin darum, nennenswerte Fortschritte zu erzielen, angesichts gemischter Signale.
  • Gedämpfte Rohölpreise untergraben den Loonie und wirken als Rückenwind für das Währungspaar.
  • Eine gedämpfte USD-Preisbewegung deckelt das Paar vor den kanadischen Verbraucherpreisdaten.

Das Währungspaar USD/CAD setzt seine seitwärts gerichtete Konsolidierungsbewegung am Dienstag im europäischen Handel fort und notiert derzeit um die Mitte der 1,3900er, nahezu unverändert im Tagesverlauf. Darüber hinaus erfordert der gemischte fundamentale Hintergrund eine gewisse Vorsicht, bevor aggressive direktionale Wetten platziert werden.

Die Rohölpreise kämpfen darum, nennenswerte Käufer anzuziehen, da eine US-Staatsanleihenabwertung durch Moody’s die wirtschaftlichen Aussichten für den größten Energieverbraucher der Welt zu dämpfen scheint. Hinzu kommt, dass gemischte chinesische Makrodaten, die am Montag veröffentlicht wurden, auf die schwarze Flüssigkeit lasten, was als Untergrabung des rohstoffgebundenen Loonie und als Rückenwind für das USD/CAD-Paar angesehen wird.

Unterdessen hat ein möglicher Zusammenbruch der US-Iran-Atomgespräche die Aussichten auf mehr iranische Öllieferungen geschwächt und wirkt als Rückenwind für die Rohölpreise. Dies, zusammen mit einer gedämpften Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) im Hinblick auf Wetten, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze 2025 weiter senken wird, trägt dazu bei, das USD/CAD-Paar zu deckeln, während Händler gespannt auf die kanadischen Verbraucherpreisdaten warten.

Die schwächere als erwartete Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (VPI) und des Erzeugerpreisindex (EPI) in der letzten Woche deutete auf Anzeichen einer nachlassenden Inflation in den USA hin. Hinzu kommt, dass die enttäuschenden monatlichen Einzelhandelsumsätze in den USA die Wahrscheinlichkeit mehrerer Quartale mit schwachem Wachstum erhöhten. Dies könnte die Fed zwingen, an ihrer geldpolitischen Lockerung festzuhalten und dem USD nicht helfen, nennenswerte Fortschritte zu erzielen.

Unterdessen wird erwartet, dass der Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) Kanadas stark auf eine jährliche Rate von 1,6% von 2,3% im Vormonat zurückgeht, was wiederum die Argumentation für weitere Zinssenkungen durch die Bank of Canada (BoC) unterstützt. Die Marktreaktion auf einen stärkeren Wert dürfte jedoch angesichts der anhaltenden Unsicherheit über die reziproken Zölle von US-Präsident Donald Trump begrenzt sein.

Wirtschaftsindikator

Verbraucherpreisindex (Jahr)

Der Verbraucherpreisindex (VPI) wird monatlich vom kanadischen Statistikamt veröffentlicht und misst die Preisveränderungen eines festen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten in Kanada konsumiert werden. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entwickelt haben. Ein hoher Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den Kanadischen Dollar (CAD) interpretiert, ein niedriger Wert hingegen als negativ (bärisch).

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Nächste Veröffentlichung: Di Mai 20, 2025 12:30

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: 1.6%

Vorher: 2.3%

Quelle: Statistics Canada

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