• USD/CAD bewegt sich wenig, da der stärkere US-Dollar die Auswirkungen der verbesserten Ölpreise ausgleicht.
  • Der US-Dollar gewinnt an Boden aufgrund der abnehmenden Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed im Dezember.
  • Das CME FedWatch Tool deutet auf eine 69%ige Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember hin, gegenüber 93% vor einer Woche.

USD/CAD bleibt nach zwei Tagen der Gewinne stabil und handelt am Montag während der asiatischen Handelsstunden bei etwa 1,4010. Das Paar hat Schwierigkeiten, da der Kanadische Dollar (CAD) aufgrund höherer Ölpreise an Boden gewinnt. Es ist wichtig zu beachten, dass Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl hält sich zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 61,00 USD pro Barrel. Die Rohölpreise steigen, da die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) eine Pause bei der Produktionssteigerung signalisiert haben. OPEC+ gab am Sonntag bekannt, dass sie im ersten Quartal (Q1) 2026 eine Pause bei den Produktionssteigerungen planen, nach einem weiteren moderaten Anstieg für den nächsten Monat.

Das USD/CAD-Paar könnte jedoch wieder an Boden gewinnen und seine Gewinnsträhne für die dritte aufeinanderfolgende Sitzung fortsetzen, da der US-Dollar (USD) Unterstützung von den gedämpften Erwartungen für eine Zinssenkung im Dezember durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhält, nach der Entscheidung der Zentralbank, ihren Referenzzinssatz für Übernachtkredite zum zweiten Mal in diesem Jahr auf einen Bereich von 3,75%-4,0% zu senken.

Fed-Vorsitzender Jerome Powell sagte während der Pressekonferenz nach der Sitzung, dass eine weitere Zinssenkung im Dezember alles andere als sicher sei. Powell warnte auch, dass die Entscheidungsträger möglicherweise einen abwartenden Ansatz verfolgen müssen, bis die offiziellen Datenberichte wieder aufgenommen werden. Händler von Fed-Funds-Futures preisen jetzt eine 69%ige Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember ein, ein Rückgang von 93% vor einer Woche, laut dem CME FedWatch Tool.

Händler könnten jedoch Vorsicht walten lassen aufgrund der verlängerten Regierungsstillstands, die wirtschaftliche Bedenken in den Vereinigten Staaten (US) schüren könnte. Der Stillstand der US-Regierung ist nun in die sechste Woche eingetreten, ohne dass ein einfaches Ende in Sicht ist, angesichts einer Pattsituation im Kongress über den von den Republikanern unterstützten Haushaltsentwurf.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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