Die Scotiabank-Strategen Shaun Osborne und Eric Theoret verweisen auf einen festen US-Dollar (USD) zum Start der FOMC-Woche. Swaps preisen inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent für eine Straffung am Mittwoch ein. Zugleich sehen sie den US-Dollar-Index (DXY) im Verhältnis zu den Spreads am kurzen Ende der Zinskurve als fair bewertet. Weitere Gewinne über die Marke von 100 hinaus würden aus ihrer Sicht eine deutliche Bewegung bei den Renditedifferenzen erfordern. Dass die Fed dafür bereits bereit ist, bezweifeln sie.
Dollar fest vor wichtiger FOMC-Sitzung
"Der US-Dollar startet fest in die FOMC-Woche. Das spiegelt die veränderten Erwartungen an die geldpolitische Entscheidung am Mittwoch nach den US-Inflationsdaten der vergangenen Woche wider. Swaps preisen für Mittwoch ein Straffungsrisiko von 21 Basispunkten beziehungsweise 85 Prozent ein, während die Bloomberg-Umfrage inzwischen nur noch eine sehr knappe Mehrheit der Befragten zeigt, die eine unveränderte Entscheidung bevorzugt."
"In den vergangenen Jahren war eine Swap-Bepreisung, die ein Risiko von 70 Prozent oder mehr für einen Zinsschritt der Fed anzeigte, ein nahezu perfekter Indikator für eine geldpolitische Änderung. Daher sind Dollar-Gewinne als Reaktion auf die Swap-Bepreisung nachvollziehbar. Es bestehen jedoch weiterhin einige Risiken rund um den Ausblick."
"Eine unveränderte Entscheidung der Fed wäre ein Schock für die Märkte und klar negativ für den US-Dollar. Aber auch eine 'taubenhafte' Zinserhöhung, die sich nicht eindeutig auf weitere Schritte festlegt, dürfte den US-Dollar belasten."
"Der DXY ist für das aktuelle Niveau der Spreads am kurzen Ende ungefähr fair bewertet. Weitere DXY-Gewinne - also ein Halten über der Marke von 100 - bräuchten die Unterstützung einer deutlichen Bewegung der Renditedifferenzen. Uns ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, ob die Fed bereit ist, die Zinsen in diesem Ausmaß anzuheben."
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Das sollten Sie am Dienstag, den 15. September, im Blick behalten:
Der US-Dollar gewinnt im frühen europäischen Handel an Stärke und steigt auf ein nahezu Zwei-Wochen-Hoch bei rund 99,60, da die stark steigenden Ölpreise die Treasury-Renditen auf neue Höchststände seit 2007 getrieben haben. Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) beschleunigte sich im August. Die heißeren VPI-Daten folgten auf starke Werte in mehreren Komponenten des am Donnerstag veröffentlichten Erzeugerpreisindex (EPI) und bekräftigten die Erwartungen an Zinserhöhungen in den USA.