Der US-Dollar (USD) zeigt sich schwach und bewegt sich nahe der Mitte seiner Handelsspanne zwischen Juni und Dezember. Angesichts wichtiger Konjunkturdaten aus den USA steht dem Greenback ein volatil geprägter Handelstag bevor. Im Fokus stehen die US-Arbeitsmarktdaten für November, insbesondere die Nonfarm Payrolls (NFP), berichten die Devisenstrategen von BBH.
US-Arbeitsmarktdaten könnten den Dollar bewegen
„Der Marktkonsens rechnet für November mit einem Stellenzuwachs von 50.000 Arbeitsplätzen, wobei auch die Nachbefragung für Oktober einfließt, nachdem im September noch 119.000 neue Jobs geschaffen wurden. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der neuen Stellen, sondern auch, welche Sektoren das Wachstum tragen. Im September entfiel nahezu die Hälfte des Beschäftigungszuwachses auf den nicht-zyklischen Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, was die Abwärtsrisiken für die Arbeitskräftenachfrage verdeutlicht.“
„Tatsächlich deutet der Rückgang der Einstellungsquote auf eine schwache Arbeitskräftenachfrage hin und signalisiert Abwärtsrisiken für die heutige NFP-Veröffentlichung. Zum Vergleich: Laut ADP stieg die private Beschäftigung im Oktober und November lediglich um 15.000 Stellen, während die von Revelio Labs erfasste Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im privaten und öffentlichen Sektor um 25.000 Stellen zurückging. Zudem warnte Fed-Chef Powell, dass die NFP-Zuwächse seit April möglicherweise um rund 60.000 Stellen überschätzt wurden. Statt durchschnittlich 40.000 neuen Jobs pro Monat hat die US-Wirtschaft seit April tatsächlich etwa 20.000 Stellen monatlich verloren.“
„Insgesamt dürfte die schwächere Nachfrage am US-Arbeitsmarkt die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank stützen, wobei die Fed-Futures für das kommende Jahr Lockerungen um 50 Basispunkte einpreisen. Das belastet den US-Dollar. Umgekehrt könnte der Dollar einen Teil seiner jüngsten Verluste wettmachen, sollten sich Anzeichen mehren, dass sich die Abschwächung am Arbeitsmarkt stabilisiert.“
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