- Der US-Dollar legt zu, nachdem Kevin Warsh in seiner Jackson-Hole-Rede die Notwendigkeit betont, die Preisstabilität wiederherzustellen.
- Die Märkte erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf rund 56%, verglichen mit etwa 36% vor Warshs Äußerungen.
- US-Wirtschaftsdaten zeichnen ein gemischtes Bild, mit einer moderaten Abwärtsrevision der Payrolls und nachlassenden kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher.
Der US-Dollar-Index (DXY) legt am Freitag zu und gewinnt 0,36% auf rund 99,50 zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts, da die hawkischen Äußerungen von Federal Reserve (Fed)-Chef Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium Anleger dazu veranlassen, den Ausblick für die US-Zinsen deutlich neu zu bewerten.
Der US-Dollar (USD) gewinnt an Boden, nachdem Warsh betont, dass Preisstabilität weiterhin der vorrangige Fokus der Zentralbank bleiben sollte. Der Fed-Chef sagte, die politischen Entscheidungsträger müssten davon überzeugt sein, dass sich die zugrunde liegende Inflation dem Ziel der Zentralbank annähert, und warnte, dass sie noch "Arbeit vor sich" hätten, falls dies nicht der Fall sei.
In Bezug auf die Inflation räumte Warsh ein, dass die im Sommer veröffentlichten Daten besser als erwartet ausgefallen seien, sagte jedoch, sie reichten nicht aus, um eine bedeutende Veränderung der zugrunde liegenden Preisdynamik zu belegen. Er bekräftigte, dass das 2%-Inflationsziel der Fed für den Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) "fest und unverrückbar" bleibe.
Gleichzeitig gab der Fed-Chef eine optimistische Einschätzung der Wirtschaft der Vereinigten Staaten (US) ab. Warsh sagte, die wirtschaftliche Aktivität scheine sich verstärkt zu haben, beschrieb die Konsumausgaben als robust und den Arbeitsmarkt als stabil und verwies zugleich auf rasch steigende Unternehmensinvestitionen.
Die Kombination aus widerstandsfähiger wirtschaftlicher Aktivität und anhaltenden Inflationssorgen löste eine deutliche Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen aus. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 56% für eine Zinserhöhung auf der September-Sitzung der Fed ein, nach etwa 36% vor Warshs Rede. Die Verschiebung bietet dem US-Dollar frischen Rückenwind und hilft dem DXY, sich der Marke von 99,50 zu nähern.
Unterdessen liefern die am Freitag veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten ein gemischteres Bild. Die vorläufige Benchmark-Revision der Nonfarm Payrolls (NFP) des Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigt eine Abwärtsanpassung der Gesamtbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 79K Stellen bzw. 0,1% für die zwölf Monate bis März. Die relativ begrenzte Revision könnte die Sorgen über eine stärkere Verschlechterung des Arbeitsmarktes nach der deutlich größeren Abwärtskorrektur von 911K Stellen im vergangenen Jahr lindern.
Die Verbraucherdaten senden ebenfalls gemischte Signale. Der Consumer Sentiment Index der University of Michigan für August wird auf 51,7 nach oben revidiert, gegenüber der vorläufigen Lesung von 51, bleibt damit jedoch unter dem Juli-Wert von 55,2. Der Expectations Index steigt von der ersten Schätzung von 50,6 auf 51,5, bleibt aber ebenfalls schwächer als die 55,4 im Juli.
Was die Inflation betrifft, sinken die einjährigen Consumer Inflation Expectations der University of Michigan von 4,3% auf 4%, während die Fünfjahreserwartungen unverändert bei 3,3% bleiben. Die Abschwächung der kurzfristigen Inflationserwartungen sorgt zwar für etwas Beruhigung, kann jedoch Warshs Betonung der Preisstabilität und den daraus resultierenden Anstieg der Erwartungen für eine Zinserhöhung im September nicht überlagern, sodass der US-Dollar am Freitag weiterhin klar unterstützt bleibt.
US Dollar Index technische Analyse
Im Ein-Stunden-Chart notiert der US Dollar Index Spot bei 99,47. Der Kurs bleibt in einer bullischen Konfiguration und bewegt sich über dem 100-Stunden- und dem 200-Stunden-Simple-Moving-Average (SMA), die leicht nach oben tendieren und den breiteren Aufwärtstrend stützen. Der jüngste Anstieg hat zudem die Unterstützung durch die steigende Trendlinie respektiert, wodurch der unmittelbare Ton konstruktiv bleibt, während der Relative Strength Index (RSI) um 75 überkaufte Bedingungen signalisiert, die das Tempo der Gewinne eher bremsen als den Trend klar umkehren könnten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 99,70, wo angesichts des überdehnten Intraday-Momentums eine Pause oder ein Pullback nicht überraschen würde. Auf der Unterseite fungiert die steigende Trendlinie um 99,16 als nahegelegener Pivot, gefolgt von stärkerer Unterstützung bei 99,26, wobei der 100-Stunden-SMA bei 99,08 und der 200-Stunden-SMA bei 99,06 eine breitere Nachfragezone bei Rücksetzern untermauern.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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