• US-Dollar-Index steigt, da die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 92,4% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte am Mittwoch einpreisen.
  • Höhere Ölpreise nach den Schließungen saudischer Pipelines drohen die aggressive Straffung der Fed zu verlängern.
  • Händler warten auf Signale der Pressekonferenz hinsichtlich möglicher zukünftiger Zinserhöhungen im Oktober oder Dezember.

Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des US-Dollar (USD) gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, setzt seine Gewinnsträhne am Mittwoch während der asiatischen Handelsstunden zum sechsten Mal in Folge fort und notiert um 99,70. Händler erwarten die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed), die im Laufe des Tages ansteht.

Die in der vergangenen Woche veröffentlichten US-Inflationsdaten, die höher als erwartet ausgefallen sind, haben die Erwartungen verstärkt, dass die Zentralbank eine Zinserhöhung vornehmen wird. Die Finanzmärkte rechnen allgemein damit, dass die Fed den maßgeblichen Tagesgeldsatz um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75% bis 4,00% anheben wird, während sie signalisiert, dass weitere geldpolitische Straffungen bevorstehen. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von fast 92,4% für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt auf der geldpolitischen Sitzung am Mittwoch ein.

Die Energiemärkte schüren die Inflationssorgen zusätzlich, nachdem die Ölpreise nach der Notfall-Schließung einer wichtigen saudischen Pipeline, die die Straße von Hormus umgeht, gestiegen sind. Da anhaltende Kostensteigerungen bei Energie direkt in die allgemeine Verbraucherpreisinflation einfließen, könnten höhere Ölpreise die Fed dazu veranlassen, an einem aggressiven Zinspfad festzuhalten.

Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh nach der Entscheidung, um klarere Hinweise auf die künftige Ausrichtung der US-Geldpolitik zu erhalten. Die Marktteilnehmer werden seine Äußerungen genau analysieren, da die Erwartungen an weitere Zinsanpassungen im Oktober oder Dezember zunehmen.

Technische Analyse:

Auf dem Tages-Chart notiert der Dollar Index Spot bei 99,70 und weist weiterhin eine moderate bullische Tendenz auf, da der Kurs über dem 50- und dem neun-Perioden Exponential Moving Average (EMA) liegt. Der kurzfristige Aufwärtstrend wird durch einen 14-Tage Relative Strength Index (RSI) um 56 bestätigt, der sich im positiven Bereich hält, ohne bislang überkaufte Bedingungen zu signalisieren, während der FXS Fed Sentiment Index, der sich bei etwa 125,7 stabilisiert, darauf hindeutet, dass die geldpolitischen Erwartungen keinen starken Abwärtsdruck mehr auf den Index ausüben.

Auf der Unterseite bietet der 50-EMA bei 99,64 unmittelbare Unterstützung, wobei der neun-EMA bei 99,35 eine sekundäre Untergrenze darstellt, falls sich ein tieferer Pullback entwickelt. Solange der Index über diesen gleitenden Durchschnittsunterstützungen bleibt, dürfte der konstruktive kurzfristige Ton anhalten und der Fokus auf weiteren Erholungsversuchen in Richtung höherer Niveaus liegen, die auf diesem Chart noch nicht klar definiert sind.

Chart Analysis Dollar Index Spot
US Dollar Index: Tages-Chart

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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Der US Dollar Index stieg am Dienstag auf die Marke von 99,60, und der Anleihemarkt trieb die Bewegung an. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erreichte mit 5,04 % erstmals seit 2007 wieder dieses Niveau, angetrieben von einem Anstieg des Ölpreises um fast 4 %, da die stark gestiegenen Energiekosten die Inflationssorgen neu entfachten, just als die Federal Reserve sich auf ihre Zinsentscheidung vorbereitet.

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