• Trumps Angriffe auf Powell haben das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Fed untergraben und den USD unter Druck gesetzt.
  • Der Dollar notiert auf einem Dreijahrestief nahe 97,00.
  • Ein Bericht von JP Morgan warnt vor möglichen stagflationären Auswirkungen von Trumps Zöllen.

Der US-Dollar notiert am Donnerstag den sechsten Tag in Folge schwächer, da Trumps Angriffe auf Fed-Chef Jerome Powell das Vertrauen in die US-Notenbank untergraben und den „Sell America”-Handel wiederbelebt haben. Der USD-Index (DXY), der den Wert des Dollars gegenüber den meistgehandelten Devisen misst, ist diese Woche um fast 2 % gefallen und liegt damit zum ersten Mal seit März 2022 wieder im unteren Bereich der 97,00er-Marke.

Präsident Trump reagierte verärgert auf Powells Aussage vor dem Kongress, beschimpfte ihn und deutete an, dass er bereits im September oder Oktober den Namen seines Nachfolgers bekannt geben könnte. Dies ist ein ungewöhnlicher Schritt, um den Druck für weitere Zinssenkungen zu erhöhen, was die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage stellt.

Diese Kommentare kamen, nachdem Powell in seiner Aussage vor dem Kongress die hawkish Haltung der Fed bekräftigt hatte und sich geweigert hatte, Signale für eine bevorstehende Zinssenkung zu geben, bis die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation geklärt sind.

Abgesehen davon hat der Waffenstillstand im Nahen Osten den Fokus der Anleger wieder auf die Markroökonomie gelenkt. In diesem Zusammenhang bleibt Trumps Handelspolitik angesichts fehlender Fortschritte bei den Handelsabkommen mit den wichtigsten Handelspartnern der USA weiterhin höchst unklar, was den US-Dollar belastet.

Ein Bericht von JP Morgan warnte davor, dass Trumps Zölle noch in diesem Jahr eine stagflationäre Rezession auslösen könnten. Die Bank schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Konjunkturkontraktion in der zweiten Jahreshälfte auf 40 %.

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