• Der US-Dollar-Index erreicht am Dienstag ein frisches Sechs-Wochen-Tief nahe 97,30.
  • Investoren warten auf den wichtigen Bericht zur Revision des US-NFP-Benchmarks für das Jahr bis März 2025.
  • Analysten der Standard Chartered Bank erwarten, dass die Fed die Zinssätze nächste Woche um 50 Basispunkte senken wird.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, bemüht sich um eine feste Basis während der europäischen Sitzung am Dienstag, nachdem er zuvor ein frisches Sechs-Wochen-Tief nahe 97,30 erreicht hatte.

Die schwächelnden Arbeitsmarktbedingungen in den Vereinigten Staaten (US) im Gefolge der von Präsident Donald Trump seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus verhängten Zölle. Der Bericht über die US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls - NFP) für August zeigte am Freitag, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter zurückgegangen ist, da die Arbeitgeber weniger neue Arbeitskräfte eingestellt haben. Im August fügte die US-Wirtschaft 22.000 neue Arbeitsplätze hinzu, die schlechteste Zahl seit Januar 2021.

Der schwächelnde US-Arbeitsmarkt hat zu einem starken Anstieg der Wetten auf Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) in der nächsten Sitzung der Geldpolitik geführt.

Laut dem CME FedWatch-Tool sehen die Händler eine Wahrscheinlichkeit von 11,6%, dass die Fed die Zinssätze um 50 Basispunkte (bps) auf 3,75%-4,00% senken wird, während die übrigen auf eine Standardzinssenkung von 25 bps hinweisen.

Analysten der Standard Chartered Bank haben auch die Erwartungen für das Tempo der Zinssenkungen durch die Fed in der Sitzung der Geldpolitik nächste Woche auf 50 bps angehoben, von zuvor 25 bps, und erklärt, dass der Arbeitsmarkt in weniger als sechs Wochen von „stabil“ zu „schwach“ geworden sei.

In der Sitzung am Dienstag werden die Investoren besonderes Augenmerk auf den Bericht zur Revision des NFP-Benchmarks für die Beschäftigungsdaten bis März 2025 legen. Die Auswirkungen des Berichts zur Revision der Beschäftigung werden erheblich auf die Markterwartungen für den geldpolitischen Ausblick der Fed sein.

Im Jahr 2024 senkte die Fed im September die Zinssätze um 50 bps, nachdem der Bericht zur Revision der Beschäftigung gezeigt hatte, dass die Wirtschaft 818.000 weniger Arbeitsplätze geschaffen hatte, als zuvor erwartet.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

 

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