- Der US-Dollar-Index handelt am Dienstag nahe der 100-Zone, nachdem er sich von einem Mehrjahrestief erholt hat.
- Analysten bleiben skeptisch gegenüber einer nachhaltigen Erholung angesichts des wachsenden Misstrauens gegenüber erratischen Handelspolitiken.
- Technische Indikatoren deuten weiterhin auf ein Abwärtsrisiko hin, es sei denn, der DXY überwindet den Widerstand im Bereich von 101,50–101,80.
Der US-Dollar (USD) gewinnt am Dienstag nur begrenzt an Boden, da der US-Dollar-Index (DXY) während der nordamerikanischen Handelszeiten zurück in die 100-Region klettert. Der Index erholte sich von seinem jüngsten Dreijahrestief inmitten überverkaufter Bedingungen, doch die Stimmung bleibt fragil. Obwohl der Greenback gegenüber wichtigen Währungen wie dem Euro Gewinne verzeichnete, bleiben die Märkte aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump vorsichtig. Händler verdauen auch gemischte Kommentare von der Federal Reserve (Fed) und schwache Wirtschaftsdaten, die sich alle während der volatilen Sitzung am Dienstag entfalten.
Tägliche Marktbewegungen: US-Dollar erholt sich von tiefen Tiefs
- DXY erholte sich auf die 100-Zone, nachdem er auf ein Dreijahrestief nahe 99,00 gefallen war, wobei die Gewinne hauptsächlich durch technische Korrekturen und überverkaufte Bedingungen getrieben wurden.
- Marktteilnehmer bleiben von der Erholung des USD unüberzeugt, da die Unsicherheit durch plötzliche Änderungen in der Handelspolitik, einschließlich vorübergehender Pausen und neuer Ausnahmen für einige importierte Waren, ausgelöst wird.
- Analysten wiesen darauf hin, dass wiederholte Umkehrungen in der Zolldurchsetzung das Vertrauen in die strukturelle Attraktivität des US-Dollars untergraben, insbesondere da China von den jüngsten Ausnahmen ausgeschlossen bleibt.
- Auf der politischen Ebene äußerte Fed-Gouverneur Christopher Waller Unterstützung für Zinssenkungen, falls die Rezessionsrisiken steigen, auch wenn die Inflationserwartungen hoch bleiben.
- Umfragedaten zeichnen weiterhin ein fragiles Bild, da der University of Michigan Consumer Sentiment Index auf 50,8 gefallen ist und die einjährigen Inflationserwartungen auf 6,7% gestiegen sind – Werte, die zuletzt Mitte 2022 zu sehen waren.
Technische Analyse
Der US-Dollar-Index bleibt trotz seiner milden Erholung in einem technisch fragilen Zustand. Der Relative Strength Index (RSI) liegt derzeit bei 29,82 und signalisiert eine potenzielle Umkehr aus dem überverkauften Bereich. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) zeigt jedoch weiterhin ein Verkaufssignal, was darauf hindeutet, dass der breitere bärische Trend intakt bleibt. Wichtige gleitende Durchschnitte verstärken das Abwärtsmomentum: Der 20-Tage-Simple Moving Average (SMA) liegt bei 102,97, der 100-Tage bei 106,26 und der 200-Tage bei 104,71 – alle mit einer Abwärtsneigung. Der 10-Tage-Exponential Moving Average (EMA) und SMA – beide im Bereich von 101,50–101,80 gruppiert – stellen die nächste wichtige Widerstandszone dar. Die erste Unterstützung liegt bei 99,21. Ein Durchbruch über 101,80 wäre erforderlich, um das kurzfristige Momentum zu verschieben. Bis dahin bleibt die Tendenz nach unten gerichtet.
US-Dollar FAQs
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 27. Januar, im Blick behalten:
Der US-Dollar erholt sich etwas von seinen Verlusten bei 97,10, während die europäische Handelszeit beginnt. Dennoch könnte das potenzielle Aufwärtspotenzial für den Greenback angesichts der Bedenken über die Unabhängigkeit der Fed und der Sorgen über eine weitere US-Regierungsstilllegung begrenzt sein.