Die neuesten Protokolle der geldpolitischen Sitzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im September zeigen, dass die Zinssätze nicht in den negativen Bereich fallen werden, da die inflationären Drucke in der Wirtschaft voraussichtlich nicht dauerhaft negativ werden. Die SNB stellte auch klar, dass die Auswirkungen der US-Zölle auf die Schweizer Wirtschaft begrenzt sein werden.

Wichtige Zitate

Der Vorstand kam zu dem Schluss, dass die derzeitige Umsetzung der Geldpolitik unter verschiedenen Szenarien angemessen war und daher beibehalten werden sollte.

Die Inflation in der Schweiz wird voraussichtlich nicht dauerhaft negativ werden.

Der Anstieg der US-Zölle wirkt sich direkt nur auf einen Teil der Wirtschaft aus.

Die US-Zölle werden wahrscheinlich den globalen Handel einschränken und die Kaufkraft der US-Haushalte reduzieren.

Anzeichen für eine Abkühlung des US-Arbeitsmarktes erhöhten die Markterwartungen an eine weitere Lockerung der Geldpolitik in den USA.

Die Situation an den Finanzmärkten war im dritten Quartal 2025 durch niedrige Volatilität gekennzeichnet.

Die Haupt Risiken für die Wirtschaft sind nach wie vor die Entwicklung der US-Zölle und die globale Nachfrage.

Für die Inflationsprognose werden vor allem große Wechselkursbewegungen als Risikofaktor angeführt.

Marktreaktion auf die SNB-Protokolle

Das USD/CHF-Paar zieht nach der Veröffentlichung der SNB-Protokolle leichte Käufe an und steigt während der europäischen Sitzung am Donnerstag auf fast 0,7980, was einem Anstieg von 0,21 % gegenüber dem Schlusskurs am Mittwoch entspricht.

SNB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.

Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.

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