Silber ist zuletzt noch stärker unter Druck geraten als Gold, stellt Carsten Fritsch, Rohstoffstratege der Commerzbank, fest.
Silberpreis verliert seit Mittwoch rund 8 Prozent
"Der Silberpreis hat seit Mittwoch vergangener Woche rund 8 Prozent verloren und notiert mit weniger als 29 Dollar je Feinunze auf dem niedrigsten Stand seit Ende Juni. In der Folge stieg das Gold-Silber-Verhältnis auf 83 und damit auf ein Niveau, das zuletzt Mitte Mai erreicht worden war. Normalerweise folgt Silber den Preisbewegungen des Goldes überproportional. Zuletzt galt dies jedoch nur noch für den Abwärtstrend.
"Die vorangegangene Aufwärtsbewegung bei Gold nach den US-Inflationsdaten wurde von Silber mehr oder weniger ignoriert. Dementsprechend stieg die Gold-Silber-Ratio bereits vor dem jüngsten Preiseinbruch an. Die relative Schwäche von Silber dürfte auf die Schwäche der Basismetalle zurückzuführen sein".
"Das liegt daran, dass nach Angaben des Silver Institute in diesem Jahr fast 60% der Silbernachfrage auf industrielle Anwendungen entfallen dürfte. Der größte Teil des Anstiegs der industriellen Silbernachfrage dürfte aus der Photovoltaik kommen, weshalb die negative Reaktion des Silberpreises übertrieben erscheint.
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