- Die Silberpreise bleiben anfällig für die Entwicklung des US-Dollars und die Zinserwartungen, wodurch die Entscheidung der Fed ins Rampenlicht rückt.
- Die Feindseligkeiten zwischen Israel und Iran oder Kommentare könnten den Aufwärtsmomentum unterstützen, wenn die Zinssenkungserwartungen der Fed für September fest bleiben.
- XAG/USD stabilisiert sich unter 37,00 USD, nachdem es den höchsten Stand seit 2012 erreicht hat.
Silber (XAG/USD) handelt am Mittwoch niedriger und zieht sich von mehrjährigen Höchstständen zurück, nachdem es im Juni einen starken Anstieg mit monatlichen Gewinnen von über 10% verzeichnete.
Der Preis erreichte zu Beginn der Sitzung ein Hoch von 37,32 USD, bevor er unter die psychologische Barriere von 37,00 USD fiel, die nun als unmittelbarer Widerstand fungiert.
Gewinnmitnahmen in der Nähe langfristiger Höchststände tragen zum Rückgang bei. Dennoch bleibt der breitere Marktfokus auf der geldpolitischen Ankündigung der Federal Reserve (Fed), die die kurzfristige Richtung für Silber erheblich beeinflussen könnte.
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen unverändert bei 4,25%–4,50% belässt. Die Aufmerksamkeit wird jedoch auf die Zusammenfassung der wirtschaftlichen Projektionen gerichtet, die zeigen wird, wie die Beamten den Weg für Zinssätze, Inflation und Wachstum einschätzen. Laut dem CME FedWatch Tool sehen die Märkte eine 65%ige Chance auf mindestens eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im September.
Die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell, die für 18:30 GMT angesetzt ist, könnte entscheidend sein. Wenn er Vertrauen in die Disinflation signalisiert und externe Risiken herunterspielt, könnten die Erwartungen für eine Zinssenkung im September festigen, was Silber unterstützen würde. Ein hawkischer Ton würde wahrscheinlich auf die Preise drücken.
Der schwächere US-Dollar (USD) war ebenfalls ein wichtiger Treiber. Ein sinkender USD macht Silber für ausländische Käufer erschwinglicher, was die Nachfrage erhöht.
Gleichzeitig haben steigende geopolitische Spannungen, insbesondere der Konflikt zwischen Israel und Iran, die Nachfrage nach sicheren Anlagen erneuert.
In diesem Kontext bleibt Silber empfindlich gegenüber Veränderungen in den Zinserwartungen, der Entwicklung des US-Dollars und der globalen Risikostimmung. Alle drei Faktoren werden durch die Entscheidung der Fed am Mittwoch geprägt.
Technische Analyse von Silber: XAG/USD stagniert unter 37,00 USD mit RSI, der überkaufte Bedingungen andeutet
Silber (XAG/USD) handelt am Mittwoch bei etwa 36,86 USD, leicht niedriger am Tag, hält sich jedoch über der wichtigen kurzfristigen Unterstützung nach einem starken Anstieg im Juni. Die Preisbewegung bleibt insgesamt bullish, da das Metall eine steigende Trendlinie respektiert und sich von dem Tageshoch von 37,32 USD zurückzieht.
Der 10-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 36,41 USD bietet dynamische Unterstützung, während der 50-Tage-SMA bei 33,57 USD deutlich unter dem aktuellen Preis bleibt und die Stärke des Aufwärtstrends verstärkt. Ein Durchbruch und Schlusskurs über 37,49 USD würde eine bullische Fortsetzung bestätigen und möglicherweise die Tür öffnen, um das psychologische Niveau von 38,00 USD zu testen.
Silber Tageschart

Der Relative Strength Index (RSI) liegt derzeit bei 69, knapp unter dem überkauften Bereich. Dies deutet darauf hin, dass das Momentum stark bleibt, aber das Risiko einer kurzfristigen Konsolidierung oder Gewinnmitnahmen steigt.
Fed FAQs
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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