- Silber erholt sich deutlich von einem Drei-Wochen-Tief und legt am Freitag um 1,13% zu.
- Die US-Gesamtinflation bleibt im August bei 3,4% stabil und entspricht damit den Markterwartungen.
- Ein stärkerer monatlicher Kerninflationswert setzte das Edelmetall zunächst unter Druck, doch der US-Dollar gab seine Gewinne nach den Daten schnell wieder ab.
Silber (XAG/USD) erholt sich am Freitag deutlich und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 64,30 USD, was einem Tagesplus von 1,13% entspricht. Das weiße Metall erholt sich, nachdem es in der unmittelbaren Reaktion auf die jüngsten Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten (US) kurzzeitig auf ein Drei-Wochen-Tief von 62,94 USD gefallen war.
Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) meldete, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im August im Jahresvergleich um 3,4% gestiegen ist, unverändert gegenüber dem Vormonat und im Einklang mit den Markterwartungen. Auf Monatsbasis stieg die Gesamtinflation um 0,4% und beschleunigte sich damit gegenüber dem im Juli verzeichneten Anstieg von 0,1%.
Die zugrunde liegende Inflation lieferte ein etwas festeres Signal. Der Kern-VPI, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im Monatsvergleich um 0,3% und lag damit über dem von Ökonomen erwarteten Anstieg von 0,2%. Im Jahresvergleich ging die Kerninflation jedoch von 2,5% im Juli auf 2,4% zurück.
Silber geriet zunächst unter Verkaufsdruck, da der stärker als erwartete monatliche Kernwert eine Erholung des US-Dollars (USD) auslöste. Höhere Inflation kann den Spielraum für eine geldpolitische Straffung durch die Federal Reserve (Fed) vergrößern und stellt in der Regel einen Gegenwind für zinslose Edelmetalle dar.
Die erste Reaktion kehrte sich jedoch rasch um. Der US-Dollar konnte seine Gewinne nach den VPI-Daten nicht halten, da sich die jährliche Gesamtinflation nicht erneut beschleunigte und sich die Kerninflation im Jahresvergleich weiter abschwächte. Die nachlassende USD-Erholung ermöglichte es Silber, sich schnell von seinem Drei-Wochen-Tief zu erholen und wieder über 64,50 USD zu steigen.
Der Blick richtet sich zudem auf vorläufige Verbraucherstimmungsdaten der University of Michigan (UoM). Der Consumer Sentiment Index fiel im September auf 47,8 nach zuvor 51,7. Der Current Conditions Index sank von 51,9 auf 50,9, während der Consumer Expectations Index von 51,5 auf 45,8 zurückging.
Inflationserwartungen könnten sich als besonders wichtig für den Zinsausblick erweisen. Die Ein-Jahres-Inflationserwartungen stiegen von 4% auf 4,6%, während der Fünf-Jahres-Wert von 3,3% auf 3,4% leicht anzog. Anhaltend erhöhte Inflationserwartungen könnten den Kurs der Fed hin zu einer Straffung untermauern und für Silber und den US-Dollar eine Quelle der Volatilität bleiben.
XAG/USD technische Analyse
Im Stundenchart notiert XAG/USD bei 64,53 USD. Das Metall bleibt unter Druck, solange es unter dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) bei 65,82 USD und dem 200-Stunden-SMA bei 65,74 USD bleibt, wodurch die kurzfristige Tendenz trotz der jüngsten Erholung bärisch bleibt. Der Relative Strength Index (14) hat sich in Richtung der 50er-Marke erholt, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum nachgelassen hat, doch die Kursbewegung wird weiterhin durch eine dichte Widerstandszone knapp über dem Markt begrenzt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der horizontalen Barriere um 65,28 USD, gefolgt vom 200-Stunden-SMA bei 65,74 USD und anschließend vom 100-Stunden-SMA bei 65,82 USD. Auf der Unterseite liegt die nächste nennenswerte Unterstützung beim vorherigen horizontalen Boden nahe 62,94 USD, wo bei einer erneuten Verkaufswelle Käufer Interesse zeigen dürften.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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Das sollten Sie am Freitag, den 11. September, im Blick behalten:
Der US-Dollar stabilisiert sich in der frühen europäischen Sitzung am Freitag, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen Rivalen an Stärke gewonnen hatte. Die Daten zum Verbraucherpreisindex für August aus den Vereinigten Staaten, die die Markterwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der Federal Reserve beeinflussen könnten, werden von den Marktteilnehmern in der zweiten Tageshälfte genau beobachtet werden. Auf dem US-Wirtschaftskalender steht außerdem der vorläufige Consumer Sentiment Index der University of Michigan für September.