- USD/CHF könnte sich erholen, da der US Dollar aufgrund der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten als sicherer Hafen wieder an Boden gewinnen könnte.
- Der Home Front Command Israels gab eine Frühwarnung nach Raketenstarts aus dem Libanon mit Ziel Nordisrael heraus.
- Lockerere Kapitalvorschriften für die UBS, die von Schweizer Gesetzgebern erwogen werden, könnten Milliarden an regulatorischen Belastungen reduzieren und den CHF potenziell schwächen.
USD/CHF wertet nach vier Gewinn-Tagen ab und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag um 0,7990. Der Abwärtstrend des Paares könnte jedoch begrenzt sein, da der US Dollar (USD) angesichts der steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund des anhaltenden Nahostkonflikts wieder an Boden gewinnen könnte.
Das israelische Militär teilte mit, dass der Home Front Command, der Zweig der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), der für den Zivilschutz zuständig ist, nach Raketenstarts aus dem Libanon in Richtung Nordisrael eine Frühwarnung herausgegeben hat.
Zuvor bestätigte das US-Zentralkommando (CENTCOM), dass die USA am Mittwoch Luftangriffe im Iran begonnen haben. Zudem warnte Präsident Donald Trump vor schweren Militäraktionen, falls kein vorläufiges Friedensabkommen zustande kommt, und beschuldigte Teheran des Verzögerns. Iranische Beamte hingegen betonen, dass sie nicht nachgeben werden.
Nach einem Vorfall, bei dem ein amerikanischer Hubschrauber abgeschossen wurde, starteten die USA „Selbstverteidigungs“-Schläge, die iranische Vergeltungsangriffe auf US-Militäranlagen in Bahrain, Jordanien und Kuwait auslösten.
Zur Verschärfung der Krise kündigte die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) die sofortige, vollständige Schließung der Straße von Hormus für alle Handels- und Öltanker an und warnte, dass jegliche Durchfahrtsversuche angegriffen würden.
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Mai entsprach den Prognosen und stieg auf 4,2 % im Jahresvergleich (nach 3,8 % im April), während der Kern-CPI von 2,8 % auf 2,9 % im Jahresvergleich anstieg. Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nun auf die heute anstehende Veröffentlichung des Produzentenpreisindex (PPI) für Mai und der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Schweizer Gesetzgeber erwägen einen neuen Vorschlag zur Lockerung der Kapitalanforderungen für die UBS, der, falls umgesetzt, Milliarden an Belastungen für die Bank reduzieren könnte, wie Quellen Reuters mitteilten.
Würde der Vorschlag umgesetzt, hätte dies wahrscheinlich eine kurz- bis mittelfristige Schwächung des Schweizer Franken (CHF) zur Folge. Obwohl es paradox klingt, dass die Unterstützung der größten Schweizer Bank zu einem Währungsrückgang führt, liegt dies an den Mechanismen der Zentralbank, den Kapitalflüssen am Markt und den Dynamiken sicherer Häfen.
Nach dem ursprünglichen Gesetzentwurf der Regierung hätte die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit 100 % Common Equity Tier 1 (CET1)-Kapital unterlegen müssen, was von der Bank die Beschaffung von geschätzten 20 Milliarden US-Dollar erfordert hätte.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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