• Der Goldpreis fällt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf knapp 4.050 USD. 
  • Die USA begannen mit Angriffen auf mehrere Ziele im Iran. 
  • Die US-Verbraucherpreisinflation (CPI) stieg im Mai auf ein Dreijahreshoch von 4,2%. 

Der Goldpreis (XAU/USD) fällt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf rund 4.050 USD, den niedrigsten Stand seit November 2025. Das Edelmetall setzt den Rückgang fort, da ein heißer US-Inflationsbericht und anhaltende Spannungen im Nahen Osten die Erwartungen an länger anhaltend höhere Zinssätze der US-Notenbank (Fed) befeuern.

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, dass die USA am Mittwoch mit Angriffen im Iran begonnen haben und fügte hinzu, dass die Angriffe „als Reaktion auf die unbegründete und anhaltende Aggression Irans“ erfolgen. Diese Aktion erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump am Mittwoch zuvor erklärt hatte, Washington werde den Iran „sehr hart“ erneut treffen, was seine öffentlichen Drohungen eskalierte, während er Teheran zu einem Abkommen drängte.

Am Mittwoch veröffentlichte Daten des US Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigten, dass der US-Verbraucherpreisindex (CPI) im Mai im Jahresvergleich um 4,2% stieg, verglichen mit 3,8% im April. Dieser Wert erreichte den höchsten Stand seit drei Jahren und entsprach den Markterwartungen. 

Auf Monatsbasis stieg der CPI um 0,5% und entsprach damit den Schätzungen der Analysten. Der Kern-CPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg monatlich um 0,2% und im Jahresvergleich um 2,9%.

Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinssätze auf ihrer Sitzung im Juni unverändert lässt. Händler rechnen jedoch laut Futures damit, dass die US-Zentralbank die Zinsen bis zum Jahresende als Reaktion auf die höhere Inflation anheben wird. Es ist erwähnenswert, dass Gold oft in Zeiten geopolitischer Unsicherheit genutzt wird, aber keine Zinsen abwirft, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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