- USD/CAD fällt, da der US-Dollar vor Neuigkeiten aus dem Nahen Osten und wichtigen Fed-Daten zur Geldpolitik pausiert.
- Ein heißer US-Inflationsbericht festigte die Erwartungen an ein „höher-für-länger“-Zinsumfeld der Federal Reserve.
- Der Kanadische Dollar könnte schwächer werden, da fallende Ölpreise Berichten folgen, wonach die USA Militärschläge im Iran abgeschlossen haben.
USD/CAD verliert zum dritten Handelstag in Folge an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag um 1,3940. Das Paar wertet ab, da der US-Dollar (USD) Verluste hält, während Investoren die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten bewerten und auf bevorstehende US-Wirtschaftsdaten warten, die auf die nächsten geldpolitischen Schritte der Federal Reserve hinweisen könnten.
Der Greenback könnte angesichts der steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund des anhaltenden Nahostkonflikts Boden gutmachen. Das israelische Militär teilte mit, dass der Home Front Command, der Zweig der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), der für den Zivilschutz zuständig ist, eine Frühwarnung nach Raketenstarts aus dem Libanon in Richtung Nordisrael ausgegeben hat.
Der US-Dollar (USD) legte nach einem am Mittwoch veröffentlichten heißen Inflationsbericht zu, der die Erwartungen an ein „höher-für-länger“-Zinsumfeld der Federal Reserve effektiv festigte. Angetrieben vor allem durch kriegsbedingte Energiepreisspitzen beschleunigte sich die US-Inflation im Mai auf das schnellste Tempo seit über drei Jahren. %. Händler warten heute noch auf die Veröffentlichung des Produzentenpreisindex (PPI) für Mai und der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Jahresvergleich um 4,2 % und im Monatsvergleich um 0,5 %, was den Markterwartungen exakt entsprach. Der Kern-CPI, der volatile Lebensmittel- und Energiekosten ausschließt, stieg im Monatsvergleich um 0,2 % und im Jahresvergleich um 2,9 %. Nach der Datenveröffentlichung vollzogen die Finanzmärkte eine aggressive Kehrtwende und gaben jegliche verbleibenden Erwartungen an Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr auf.
Die Abwärtsbewegung des USD/CAD-Paares könnte begrenzt sein, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) angesichts niedrigerer Ölpreise vor Herausforderungen stehen könnte, da Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.
West Texas Intermediate (WTI)-Öl hält Verluste nahe 89,50 USD pro Barrel zum Zeitpunkt der Berichterstattung. Die Rohölpreise gaben nach, nachdem das US-Militär bekannt gab, seine jüngsten Angriffe auf den Iran abgeschlossen zu haben, was Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen weckte und die Sorgen um die Ölversorgung dämpfte.
Zuvor hatten die USA neue Angriffe auf den Iran gestartet, nachdem Präsident Trump Teheran beschuldigt hatte, Gespräche über ein Zwischenfriedenabkommen zu verzögern, während der Iran Berichten zufolge mit Angriffen auf US-Schiffe in der Straße von Hormus reagierte.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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