- USD/CHF hält Gewinne auf einem fast siebenmonatigen Hoch von 0,8091.
- Der US-Dollar erhält Unterstützung, da ein erneuter US-Iran-Friedensdeal die Nachfrage nach sicheren Häfen anhebt.
- Die SNB wird Schweizer Franken verkaufen, wenn eine schnelle Aufwertung die Preisstabilität bedroht.
USD/CHF bleibt am vierten Tag in Folge stärker und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Montag um 0,8080. Das Paar bleibt nahe einem fast siebenmonatigen Hoch von 0,8091, das am 19. Juni erreicht wurde, da der US-Dollar (USD) Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Häfen erhält, was auf erneute Sorgen über einen US-Iran-Friedensdeal zurückzuführen sein könnte.
CNBC berichtete am Sonntag, dass US-Präsident Donald Trump mit direkten Angriffen auf den Iran drohte, falls die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel fortsetzt. Diese Warnung hat die Aussichten auf diplomatische Fortschritte zwischen Washington und Teheran stark eingetrübt und den aktuellen Friedensrahmen vollständig zerschlagen, obwohl Vizepräsident JD Vance sich mit iranischen Beamten zu einer ersten Gesprächsrunde im Rahmen eines Zwischenabkommens traf.
Unterdessen kündigte Teheran gleichzeitig an, die strategische Straße von Hormus erneut geschlossen zu haben. Während iranische Staatsmedien berichteten, dass Teheran die Verhandlungen als Reaktion auf Trumps Äußerungen vollständig ausgesetzt habe, deuteten Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, darauf hin, dass die Gespräche stillschweigend weiterlaufen.
Darüber hinaus erhält der Greenback Unterstützung, da die Federal Reserve (Fed) nach der Beibehaltung der Zinssätze in der vergangenen Woche einen deutlich hawkischen Ton anschlug. Bemerkenswert ist, dass 9 von 19 Fed-Politikern nun mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr prognostizieren, wobei die Marktteilnehmer eine mögliche Erhöhung bereits im September einpreisen.
Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, bekräftigte die Bereitschaft der Zentralbank, am Devisenmarkt zu intervenieren, und erklärte, dass sie Schweizer Franken (CHF) verkaufen werde, wenn eine schnelle Aufwertung die Preisstabilität bedroht.
Da die Inflation weiterhin gedämpft im Zielbereich von 0–2 % bleibt und nur minimaler Aufwärtsdruck besteht, hielt die SNB ihren Leitzins bei der vierten Sitzung in Folge stabil, was auf keine kurzfristigen Pläne zur Straffung der Geldpolitik hinweist.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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Das sollten Sie am Freitag, den 19. Juni, im Blick behalten:
Der US-Dollar profitiert am frühen Freitag von der risikoscheuen Marktstimmung und baut seine Wochengewinne gegenüber seinen wichtigsten Rivalen aus. In der zweiten Tageshälfte werden die Einzelhandelsumsätze für April aus Kanada die einzigen Daten im Wirtschaftskalender sein