Die Analysten der Nordea Bank gehen davon aus, dass das Aufwärtspotenzial des Euro zum US-Dollar in den kommenden Monaten durch Zinsunterschiede und das unterschiedliche Wirtschaftswachstum begrenzt bleibt. Die Europäische Zentralbank wird demnach näher am Ende ihres Zinserhöhungszyklus gesehen als die US-Notenbank Fed, während die Konjunkturdaten aus der Eurozone weiterhin schwächer ausfallen als die aus den USA. Langfristig erwartet Nordea jedoch eine moderate Erholung des Euro, wenn die wirtschaftliche Sonderstellung der USA nachlässt.
Zinsabstand und Wachstum belasten den Euro
„Wir sehen für EUR/USD kurzfristig nur begrenztes Aufwärtspotenzial, da die EZB ihrem Zinserhöhungszyklus voraussichtlich näher am Ende ist als die Fed und das Wachstum im Euroraum weiterhin hinter dem der USA zurückbleibt.“
„Unser Basisszenario sieht vor, dass EUR/USD in den kommenden Monaten weitgehend seitwärts handelt, bevor das Währungspaar allmählich steigt, sobald die wirtschaftliche Sonderstellung der USA nachlässt und die Fed letztlich noch vor der EZB mit Zinssenkungen beginnt.“
„Ein Rückgang von EUR/USD unter die jüngsten Tiefstände würde den Weg in Richtung der Spanne von 1,03 bis 1,05 ebnen. Ein nachhaltiger Anstieg über 1,10 dürfte hingegen eine deutliche Verbesserung der Konjunkturdaten zugunsten der Eurozone oder eine stärker dovishe Neubewertung der Fed voraussetzen.“
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