Europäische Zentralbank (EZB)-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel sagte in einem Interview mit Econostream am Freitag: "Die Hürde für eine weitere Zinssenkung ist sehr hoch."
Zusätzliche Zitate
Die EZB ist gut aufgestellt.
Der Plan sieht vor, die Anleiheportfolios der Geldpolitik auf null zu reduzieren.
Die Bedenken hinsichtlich der Euro-Stärke, die die Preise beeinflussen, sind übertrieben.
Die Wirtschaft ist widerstandsfähig.
Die Risiken für die Wachstumsprognose sind ausgewogen.
Die EZB wird zunehmend nachgiebiger.
Eine weitere Senkung würde eine signifikante Abweichung der Inflation erfordern.
Marktreaktion
EURUSD bleibt unter 1,1700 trotz der hawkischen Kommentare der EZB und verliert 0,08 % am Tag, zum Zeitpunkt des Schreibens.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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