Die Gouverneurin der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), Anna Breman, sagte am Freitag, dass die Zinssätze wahrscheinlich früher und stärker als zuvor signalisiert steigen werden, um die Inflation zu bekämpfen, berichtete Reuters.

Die RBNZ beschloss auf ihrer Sitzung im Mai am Mittwoch, den Leitzins (Official Cash Rate, OCR) bei 2,25 % zu belassen. Drei Vorstandsmitglieder stimmten für eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt, während drei für eine unveränderte Beibehaltung der Zinssätze votierten.

„Das Komitee bleibt darauf fokussiert, sicherzustellen, dass die Inflation zum Ziel zurückkehrt, während unnötige Volatilität in der Wirtschaft vermieden wird“, sagte Breman. „Im Gesamtergebnis wird der OCR wahrscheinlich früher und stärker steigen als zuvor signalisiert“, fügte sie hinzu.

Marktreaktion

Das Paar NZD/USD notiert bei Redaktionsschluss um 0,31% höher bei 0,5951

RBNZ - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat das Mandat, die Preisstabilität zu gewährleisten und eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % zu erreichen.

Der geldpolitische Ausschuss der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) legt das Zinsniveau fest, um die Inflation im Zielkorridor zu halten. Höhere Zinsen bremsen die Wirtschaft und stützen den Neuseeland-Dollar (NZD), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) misst der Beschäftigung große Bedeutung bei, da ein angespannter Arbeitsmarkt die Inflation anheizen kann. Ihr Ziel der „maximal tragbaren Beschäftigung“ beschreibt den höchsten nachhaltigen Einsatz von Arbeitskräften, ohne dass dies zu einer unkontrollierten Preissteigerung führt. „Ist die Beschäftigung auf diesem maximal tragbaren Niveau, bleibt die Inflation niedrig und stabil. Liegt die Beschäftigung jedoch über einen längeren Zeitraum über diesem Niveau, steigen die Preise schneller, und die RBNZ wird gezwungen, die Zinssätze zu erhöhen, um die Inflation zu bändigen“, erklärt die Bank.

In Krisenzeiten greift die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) auf ein geldpolitisches Instrument namens Quantitative Lockerung (QE) zurück. Dabei handelt es sich um den Ankauf von Vermögenswerten – meist Staats- oder Unternehmensanleihen – durch die Notenbank, um die Geldmenge zu erhöhen und die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Diese Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des neuseeländischen Dollars (NZD) und wird nur eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Zuletzt setzte die RBNZ während der Covid-19-Pandemie auf QE, um die Konjunktur zu stabilisieren.

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