• Der Australische Dollar notiert nahe einem fast acht Wochen tiefen Stand von 0,7025 gegenüber dem US-Dollar.
  • Trader erhöhen hawkische Fed-Wetten nach starken US-NFP-Daten für Mai.
  • Anleger warten auf Chinas Handelsbilanz und die US-CPI-Daten für Mai.

Der Australische Dollar (AUD) steht gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck, da Händler ihre Wetten auf Zinserhöhungen der Federal Reserve in diesem Jahr erhöht haben, wobei das Paar AUD/USD ein neues fast acht Wochen tiefes Niveau bei rund 0,7025 erreichte.

Die hawkischen Fed-Wetten haben sich nach der Veröffentlichung der überraschend starken US Nonfarm Payroll (NFP)-Daten für Mai beschleunigt.

Am Freitag zeigte der US-NFP-Bericht, dass die Wirtschaft 172.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, deutlich mehr als die geschätzten 85.000. Gleichzeitig wurde der Wert für April von 115.000 auf 179.000 nach oben revidiert.

Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung vornimmt, von 45,2 % vor einer Woche auf 73,8 % gestiegen ist.

Die hawkischen Fed-Wetten haben sich in den letzten Monaten bereits beschleunigt, da die Energiepreise aufgrund der Nahost-Krise gestiegen sind. Vor dem Ausbruch des US-Israel-Kriegs mit dem Iran hatten Händler zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr erwartet.

Für weitere Hinweise zum US-Zinsausblick werden sich die Anleger auf die Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) für Mai konzentrieren, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Die US-Kernrate wird mit 4,2 % im Jahresvergleich (YoY) gegenüber 3,8 % im April erwartet.

In Australien warten die Anleger auf die chinesischen Handelsbilanzdaten für Mai, die am Dienstag veröffentlicht werden. Die chinesischen Handelsdaten werden den Australischen Dollar beeinflussen, da die australische Wirtschaft stark von ihren Exporten nach Peking abhängt.

 

Wirtschaftsindikator

Verbraucherpreisindex (Jahr)

Inflationäre oder deflationäre Tendenzen werden erfasst, indem regelmäßig die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen zusammengezählt und als Verbraucherpreisindex (VPI) dargestellt werden. Diese VPI-Daten werden monatlich erhoben und vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) stellt die Preise im aktuellen Referenzmonat denen desselben Monats des Vorjahres gegenüber. Der VPI gilt als wichtiger Indikator zur Messung der Inflation und der Entwicklung der Kaufkraft. In der Regel wird ein hoher Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD) bewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.

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Nächste Veröffentlichung: Mi Juni 10, 2026 12:30

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: 4.2%

Vorher: 3.8%

Quelle: US Bureau of Labor Statistics

Die US-Notenbank (Fed) verfolgt ein doppeltes Mandat: die Sicherstellung von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung. Gemäß diesem Auftrag sollte die Inflation bei etwa 2 % im Jahresvergleich liegen. Doch genau dieser Aspekt stellt seit der Pandemie – die die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst – die größte Herausforderung für die Zentralbank dar. Der Preisdruck bleibt hoch, da anhaltende Lieferkettenprobleme und Engpässe die Teuerung weiter anheizen. Gleichzeitig verharrt der Verbraucherpreisindex (CPI) auf einem Mehrjahreshoch. Die Fed hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Inflation einzudämmen, und wird ihre restriktive Geldpolitik voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft beibehalten.


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