In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Financial Stability Review (FSR) warnte die Reserve Bank of Australia (RBA), dass die US-"Zölle einen dämpfenden Effekt auf die Unternehmensinvestitionen und die Verbraucherausgaben haben könnten."

Zusätzliche Erkenntnisse

Die Unsicherheit über US-Zölle stellt erhebliche Gegenwinde für das globale Wachstum dar.

Risiko einer unordentlichen Korrektur der globalen Vermögenspreise, was Druck auf Nicht-Banken-Kreditgeber ausübt.

Hedgefonds besonders anfällig für Neubewertungen von Risiken aufgrund hochverschuldeter Positionen.

US-Zölle auf China könnten weitere politische Stimuli aus Peking erforderlich machen.

Globale Verlangsamung, insbesondere in China, könnte sich auf Australien auswirken.

Risikovermeidung könnte die Finanzierungskosten erhöhen und Liquiditätsengpässe verursachen.

Das australische Finanzsystem ist gut aufgestellt für den Fall eines schweren globalen Rückgangs.

Die starke finanzielle Position der meisten Haushalte und Banken begrenzt das Risiko weitreichender Störungen.

Australische Banken sind gut kapitalisiert und in der Lage, große Kreditausfälle zu absorbieren.

Es ist wichtig, dass die Kreditvergabestandards der Banken solide bleiben und nicht gelockert werden.

Haushaltsdruck ist in australischen Haushalten weit verbreitet, wird jedoch voraussichtlich etwas nachlassen.

Vorsicht, dass niedrigere Zinssätze Haushalte dazu ermutigen könnten, übermäßige Schulden aufzunehmen.

Marktreaktion

Zum Zeitpunkt des Schreibens verliert AUD/USD am Tag 0,37% und handelt nahe 0,6275.

RBA FAQs

Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.

Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.

Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.

Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.

Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.

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