Die Preise für Platin sind zusammen mit Gold und Silber kräftig gestiegen und haben die Unterbewertung gegenüber Gold deutlich verringert. Das Gold/Platin-Verhältnis liegt nun knapp unter 2 und damit auf einem Niveau, das zuletzt im Juni 2023 erreicht wurde, schreibt der Rohstoffanalyst der Commerzbank, Carsten Fritsch.
Industrielle Nachfrage bremst weiteres Aufwärtspotenzial bei Platin
„Der Preis für Platin ist im Fahrwasser von Gold und Silber ebenfalls deutlich gestiegen. Allerdings hat Platin das Rekordniveau von 2.490 US-Dollar je Feinunze, das Ende Dezember erreicht wurde, bislang nicht wieder erreicht. Das Gold/Platin-Verhältnis liegt nun knapp unter 2, was zuletzt im Juni 2023 der Fall war. Der Platinpreis hat damit seine Unterbewertung gegenüber dem Goldpreis deutlich reduziert.“
„Ein weiteres Aufholen gegenüber Gold dürfte nun schwieriger werden, da Platin – anders als Gold – kein sicherer Hafen ist, sondern vor allem von der industriellen Nachfrage und damit von der konjunkturellen Entwicklung abhängt. Zudem dürfte der Platinmarkt nach der Prognose des World Platinum Investment Council in diesem Jahr nicht mehr unterversorgt sein. Nach dem kräftigen Anstieg der Platinpreise sehen wir daher nur noch ein begrenztes Aufwärtspotenzial.“
„Der Platinpreis dürfte zur Jahresmitte bei 2.600 US-Dollar und zum Jahresende bei 2.700 US-Dollar liegen. Dies gilt auch für Palladium, dessen Preis Ende Dezember mit gut 1.980 US-Dollar je Feinunze ein Drei-Jahres-Hoch erreicht hatte. Aufgrund der nachlassenden Nachfrage aus der Automobilindustrie, dem mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt für Palladium, dürfte das Aufwärtspotenzial bei Palladium sogar noch begrenzter sein. Wir erwarten den Palladiumpreis zur Jahresmitte bei 2.000 US-Dollar und zum Ende des Jahres 2026 bei 2.100 US-Dollar.“
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