Das britische Pfund (GBP) hat nach schwächer als erwarteten Inflationsdaten deutlich gegenüber dem US-Dollar (USD) nachgegeben. Die Zahlen verstärkten die Erwartungen an eine Zinssenkung durch die Bank of England (BoE) sowie an einen insgesamt lockereren geldpolitischen Kurs bis ins Jahr 2026, berichten die Devisenstrategen Shaun Osborne und Eric Theoret von der Scotiabank.
Zinssenkungsfantasie der BoE belastet das Pfund
„Das Pfund ist schwach, verliert 0,7 Prozent gegenüber dem US-Dollar und ist damit die schwächste Währung unter den G10, nachdem der Verbraucherpreisindex unter den Erwartungen lag. Sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation kamen bei 3,2 Prozent im Jahresvergleich herein.“
„Von der BoE wird bei der morgigen Sitzung eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet. Der jüngste Inflationsbericht belastet zusätzlich die Markterwartungen an den geldpolitischen Kurs im Jahr 2026. Die Renditeabstände haben sich verengt und damit eine wichtige Stütze der jüngsten Pfund-Stärke geschwächt.“
„Die Marktstimmung bleibt jedoch der dominante Treiber. Die sogenannten Risk Reversals haben einen Großteil der Prämie für Absicherung gegen Abwärtsrisiken bei GBP/USD wieder abgegeben.“
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