- Das Pfund Sterling fällt aufgrund der Stärke des US-Dollars im Vorfeld der jüngsten Fed-Entscheidung unter die Marke von 1,2500.
- In einer Woche mit wenigen Wirtschaftsdaten aus Großbritannien dürften Spekulationen über eine Zinssenkung der BoE dem Pfund Sterling Auftrieb geben.
- Die Anleger gehen davon aus, dass die Fed die Notwendigkeit betonen wird, das aktuelle Zinsniveau länger beizubehalten.
Das Pfund Sterling (GBP) setzte am Mittwoch in London seinen Abwärtstrend fort und fiel unter die psychologische Unterstützung von 1,2500 gegenüber dem US-Dollar (USD). Aufgrund des dünnen Wirtschaftskalenders in Großbritannien wird die Volatilität der GBP/USD-Paarung ausschließlich vom US-Dollar ausgehen, da die USA vor einer datenreichen Woche stehen, die mit der Entscheidung der Federal Reserve (Fed) im Laufe des Mittwochs beginnt.
Die Bewertung des Pfund Sterling wird ausschließlich von den Erwartungen einer Zinssenkung durch die Bank of England (BoE) beeinflusst. An den Finanzmärkten wird spekuliert, dass die BoE auf ihrer Sitzung im Juni oder August eine Senkung der Kreditkosten beschließen könnte. Händler haben eine baldige Zinssenkung eingepreist, nachdem BoE-Gouverneur Andrew Bailey sich zuversichtlich gezeigt hatte, dass die Gesamtinflation im April auf 2 % fallen werde. Im März lag die Inflation in Großbritannien bei 3,2%.
Die jüngste starke Korrektur des GBP/USD-Wechselkurses spiegelt die Unsicherheit der Anleger vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank wider, die um 18:00 Uhr GMT bekannt gegeben wird. Es wird erwartet, dass die Fed die Zinssätze unverändert lässt und eine "hawkishe" Rhetorik an den Tag legt, da die jüngsten Inflationsdaten auf einen anhaltenden Preisdruck hindeuten, der es den politischen Entscheidungsträgern schwer macht, Vertrauen in eine nachhaltige Rückkehr des Preiswachstums zum 2%-Ziel zu gewinnen. Dieses Szenario höherer Zinsen in den USA erhöht die Attraktivität des US-Dollars und belastet andere Währungen, deren Zentralbanken die Zinsen früher senken dürften als die Fed.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, stieg auf ein Zweiwochenhoch von rund 106,50.
Technische Analyse: Pfund Sterling steht bei 1,2570 unter Druck

Das Pfund Sterling gibt gegenüber dem US-Dollar deutlich nach, nachdem es seinen Aufwärtstrend nicht über den wichtigen Widerstand von 1,2570 ausdehnen konnte. GBP/USD kann sich auch nicht über dem 20-Tage gleitenden Durchschnitt um 1,2510 halten, was darauf hindeutet, dass die kurzfristigen Aussichten weiterhin unsicher sind.
Die Nackenlinie des Head and Shoulders (H&S) Musters erwies sich als starke Barriere für die Aufwärtsbewegung des Pfund Sterling. Am 12. April kam es zu einem heftigen Ausverkauf, nachdem das Pfund unter die Nackenlinie des H&S-Musters vom Tiefpunkt am 8. Dezember bei 1,2500 gefallen war.
Der 14-Perioden-RSI schwankt zwischen 40,00 und 60,00, was auf eine gewisse Unentschlossenheit der Marktteilnehmer hindeutet.
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