Das britische Pfund Sterling (GBP) steht mit Blick auf das Jahr 2026 weiter unter Druck. Grund dafür sind die stagnierende Wirtschaftsentwicklung im Vereinigten Königreich sowie der anhaltende geldpolitische Lockerungszyklus der Bank of England. Politische Unsicherheiten und Zinserwartungen im Euroraum sprechen zugleich für einen allmählichen Anstieg des Euro-Pfund-Kurses. Das Währungspaar EUR/GBP dürfte nach Einschätzung von Rabobank-Devisenexpertin Jane Foley innerhalb der kommenden sechs Monate auf 0,89 steigen.

Schwaches Wachstum in Großbritannien, BoE setzt Lockerung fort

„Trotz der Erleichterung nach dem britischen Haushalt im November sieht sich das Pfund mit Blick auf 2026 weiterhin Gegenwind ausgesetzt. Das Wirtschaftswachstum im Vereinigten Königreich scheint zu stagnieren, und die Bank of England gehört inzwischen zu einer Minderheit unter den G10-Notenbanken, die vom Markt noch klar in einem laufenden Lockerungszyklus gesehen werden.“

„Ein weiteres Risiko für das Pfund im kommenden Jahr könnte aus der britischen Innenpolitik entstehen. Der Ton des November-Haushalts von Reeves schien darauf ausgerichtet zu sein, den linken Flügel der Labour-Partei zu besänftigen. Dies könnte wiederum ein Hinweis auf die Verwundbarkeit ihrer Position und möglicherweise auch der von Premierminister Starmer sein.“

„Erwartungen an Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank erhöhen zudem den Spielraum für eine Aufwärtsneigung von EUR/GBP im Jahr 2026. Allerdings könnte dies durch Deutschlands Probleme bei der Umsetzung von Reformen und die schwachen Wachstumsaussichten gedämpft werden. Insgesamt erwarten wir im kommenden Jahr einen allmählichen Anstieg von EUR/GBP auf 0,89 auf Sicht von sechs Monaten.“

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