- WTI steigt auf fast 59,00 USD, da die Ukraine russische Ölanlagen angreift.
- Die Friedensgespräche zwischen den USA und Russland zur Beendigung des Krieges in der Ukraine konnten keinen Durchbruch erzielen.
- Die Fed wird voraussichtlich nächste Woche die Zinssätze senken.
Die Futures für West Texas Intermediate (WTI) an der NYMEX steigen während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag um 0,25% auf fast 59,00 USD. Der Ölpreis steigt, da der Angriff der Ukraine auf die Druzhba-Ölpipeline, die sich in der zentralen Region Tambow in Russland befindet und Energieprodukte nach Ungarn und in die Slowakei liefert, die Versorgungsängste erhöht hat, während Moskaus große Ölunternehmen Rosneft und Lukoil bereits mit den Folgen von Sanktionen konfrontiert sind.
Obwohl der Ölpreis während der asiatischen Handelsstunden höher gehandelt wird, bleibt er dennoch innerhalb der Handelsspanne vom Mittwoch.
Der Ölpreis stieg auch am Mittwoch, nachdem die Friedensgespräche zwischen den hochrangigen Gesandten der Vereinigten Staaten (USA) und Russlands keinen Durchbruch erzielten.
Trump sagte, dass der Sondergesandte Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner am Dienstag ein "sehr gutes Treffen" mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hatten. Der Kreml erklärte, Putin habe einige US-Vorschläge akzeptiert, obwohl die Treffen keinen Durchbruch brachten, berichtete CNN.
In Zukunft wird der Hauptauslöser für den Ölpreis die geldpolitische Ankündigung der Federal Reserve (Fed) nächste Woche sein, bei der die US-Notenbank voraussichtlich die Zinssätze um 25 Basispunkte (bps) auf 3,50%-3,75% senken wird.
Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze um 25 Basispunkte (bps) auf 3,50%-3,75% in der Dezember-Sitzung senkt, bei 89%.
Dies wird die dritte Zinssenkung der Fed in Folge sein. Niedrigere Zinssätze der Fed sind ein gutes Zeichen für die Aussichten der Ölnachfrage.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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