Der Ölmarkt gab gestern weiter nach, wobei der stärkere US-Dollar für Gegenwind sorgte. Da die USA nach der „wichtigen Erklärung” von Präsident Trump keine unmittelbaren Maßnahmen gegen Russland ergriffen haben, rückt der erwartete Ölüberschuss im weiteren Jahresverlauf wieder in den Fokus. Die Zahlen des American Petroleum Institute (API) fielen über Nacht recht neutral aus. Die US-Rohölvorräte stiegen Berichten zufolge in der letzten Woche um rund 800.000 Barrel. Die Benzin- und Destillatvorräte stiegen hingegen um 1,9 Millionen Barrel bzw. 800.000 Barrel, wie die Rohstoffexperten Ewa Manthey und Warren Patterson von ING feststellten.

Kasachstan hat keine Pläne, aus der OPEC+-Allianz auszutreten

„Die OPEC hat in ihrem gestern veröffentlichten monatlichen Marktbericht keine Änderung der Aussichten für Angebot und Nachfrage der Gruppe gemeldet. Das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage bleibt für dieses und das nächste Jahr unverändert bei 1,29 Mio. b/d bzw. 1,28 Mio. b/d. Unterdessen bleibt auch das Angebot außerhalb der OPEC+ für 2025 unverändert bei 810.000 b/d und für 2026 bei 730.000 b/d.“

„Im Juni stieg das Angebot der OPEC gegenüber dem Vormonat um 220.000 b/d auf 27,24 Mio. b/d, da die Gruppe ihre Förderkürzungen schrittweise zurücknimmt. In den direkt von den Mitgliedsländern gemeldeten Zahlen hat Saudi-Arabien jedoch die Art und Weise geändert, wie es sein Angebot angibt – statt der tatsächlichen Produktionszahlen wird nun das Angebot auf dem Markt angegeben. Die tatsächliche Produktionszahl lag um 392.000 b/d über dem Angebot auf dem Markt. Ohne diese Änderung hätte Saudi-Arabien sein Produktionsziel im Juni um 385.000 b/d überschritten.

„Unterdessen meldete Kasachstan, das seine Produktionsziele für Juni um 347.000 b/d übertroffen hat, dass es keine Pläne gibt, aus der OPEC+-Allianz auszutreten, da diese dem Ölmarkt Stabilität verleiht. Kasachstan hat seine Produktionsziele seit Monaten konsequent übertroffen, da die Förderung aus dem erweiterten Tengiz-Feld hochgefahren wurde.“

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