Der Preis für Brent-Öl ist aufgrund einer weiteren Eskalation des seit einer Woche andauernden militärischen Konflikts zwischen Israel und dem Iran auf ein 5-Monats-Hoch von 79 USD pro Barrel gestiegen, stellt Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst der Commerzbank, fest.

Risk-On von Versorgungsunterbrechungen am Ölmarkt

"Die Preise für Öl dürften auch in der kommenden Woche von den Nachrichten über den Nahostkonflikt bestimmt werden. Sollte dieser eskalieren, möglicherweise mit einem Eingreifen der USA an der Seite Israels, würden die Preise für Öl weiter steigen. US-Präsident Trump will innerhalb von zwei Wochen eine Entscheidung darüber treffen. Damit würde sich das Risiko von Versorgungsunterbrechungen auf dem Ölmarkt erhöhen. Die Straße von Hormuz, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, steht dabei im Mittelpunkt des Interesses."

"Da dieses Volumen im Falle einer Blockade durch den Iran nicht über andere Routen wie Pipelines auf den Weltmarkt transportiert werden könnte, würde sich der Ölmarkt erheblich anspannen. Ein höherer Risikoaufschlag auf den Ölpreis ist daher gerechtfertigt, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Sperrung der Straße von Hormuz sehr gering ist. Schließlich würde dies dem Iran selbst erheblich schaden, da er auch kein Öl mehr exportieren könnte und zudem China, seinen wichtigsten Kunden, verärgern würde."

"Denn China bezieht den Großteil seiner Öl-Importe aus Ländern am Persischen Golf und wäre daher von einer Blockade der Meerenge besonders betroffen. Sollte der Iran sein Öl nicht mehr exportieren können, würde die Hemmschwelle für eine Blockade sinken. Das Gleiche dürfte im Falle eines drohenden Machtverlusts des Regimes in Teheran gelten."

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