• NZD/USD verliert im asiatischen Handel am Donnerstag an Boden und notiert bei etwa 0,5935. 
  • Die erneuten Handels Spannungen zwischen den USA und China sowie ein fester US-Dollar belasten das Paar. 
  • Die vorläufige Schätzung der US-BIP-Daten wird später am Donnerstag im Mittelpunkt stehen. 

Das NZD/USD-Paar schwächt sich während der frühen asiatischen Handelsstunden am Donnerstag auf etwa 0,5935 ab, unterstützt durch einen festeren US-Dollar (USD). Die erneuten Handels Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und China belasten den China-Proxy Kiwi.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat einige Verkäufe kritischer US-Technologien an China ausgesetzt, darunter solche, die mit Flugzeugtriebwerken, Halbleitern und bestimmten Chemikalien zu tun haben. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf Chinas jüngste Beschränkungen für Exporte kritischer Mineralien in die USA, eine Entscheidung Pekings, die die Lieferketten US-amerikanischer Unternehmen gefährden könnte. Anzeichen für eskalierende Handels Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt üben Verkaufsdruck auf den NZD aus, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist. 

Am Mittwoch senkte die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ ihren Leitzins (Official Cash Rate - OCR) um 25 Basispunkte auf 3,25 %, wie allgemein erwartet. Das Signal, dass die RBNZ möglicherweise näher am Ende der Lockerung ist, als einige Marktteilnehmer gehofft hatten, könnte helfen, die Verluste des Kiwi zu begrenzen. Die Märkte reduzierten die Möglichkeit einer Zinssenkung der RBNZ bei der nächsten Sitzung im Juli auf etwa 36 %, von zuvor 60 %.  

Auf der Seite des Greenbacks berichtete Reuters am frühen Donnerstag, dass ein US-Bundesgericht die "Befreiungstag"-Zölle von US-Präsident Donald Trump blockiert hat. Ein Bundeshandelsgericht entschied, dass Trump nicht die Befugnis hatte, pauschale Zölle auf Importe aus Ländern zu erheben, die mehr an die USA verkaufen, als sie kaufen. Der USD stärkt sich nach dem Bericht breit. 

Händler werden die vorläufige Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal (Q1), die später am Donnerstag veröffentlicht wird, genau beobachten. Sollte der Bericht schwächere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies den Greenback untergraben und als Rückenwind für das Paar wirken. 

Neuseeländischer Dollar FAQs

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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