• NZD/USD fällt, während der US-Dollar an Stärke gewinnt, nachdem China beschlossen hat, bestimmte US-Importe von seinen 125%-Zöllen auszunehmen.
  • US-Agrarministerin Brooke Rollins stellte fest, dass die Trump-Administration tägliche Gespräche mit China über Zollfragen führt.
  • Der neuseeländische Dollar steht unter zusätzlichem Druck angesichts wachsender Anzeichen für eine nachlassende Nachfrage aus China.

Das Währungspaar NZD/USD setzt seine Schwäche für die zweite aufeinanderfolgende Sitzung fort und handelt während der europäischen Sitzung am Montag nahe 0,5940. Der Rückgang wird weitgehend durch einen stärkeren US-Dollar (USD) angetrieben, während Anzeichen für eine Entspannung der Spannungen zwischen den USA und China sichtbar werden.

China gab am Freitag die Ausnahme bestimmter US-Importe von seinen hohen 125%-Zöllen bekannt, so Geschäftsquellen. Diese Entwicklung hat Optimismus ausgelöst, dass der langwierige Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt möglicherweise zu einem Ende kommen könnte.

Darüber hinaus erklärte US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins am Sonntag, wie von Reuters berichtet, dass die Trump-Administration täglich Gespräche mit China über Zölle führt. Rollins bemerkte auch, dass die Verhandlungen mit anderen Handelspartnern vorankommen und dass mehrere Handelsabkommen "sehr nah" an der Vollziehung sind.

Trotz der positiven Stimmung blieben die US-Staatsanleihenrenditen am Montag gedämpft, wobei die Renditen der 2-jährigen und 10-jährigen Anleihen bei 3,75% bzw. 4,24% lagen, während die Anleger auf wichtige Wirtschaftsdaten warten, die später in dieser Woche erwartet werden, um die anfänglichen Auswirkungen von US-Präsident Donald Trumps Zöllen zu bewerten.

Der neuseeländische Dollar (NZD) steht ebenfalls unter zusätzlichem Druck angesichts von Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage aus China. Berichte deuten darauf hin, dass einige chinesische Hersteller die Produktion einstellen und alternative Märkte suchen, als Reaktion auf die US-Zölle, was zu reduzierten Aufträgen und Auswirkungen auf die Beschäftigung führt. Obwohl diese Störungen noch nicht weit verbreitet sind, könnten sie letztendlich den Exportsektor Neuseelands schädigen, angesichts Chinas Status als wichtiger Handelspartner.

Darüber hinaus bleibt der NZD unter Druck, da die Märkte zunehmend erwarten, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) zusätzliche geldpolitische Anreize bereitstellt. Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte ist weitgehend für die Sitzung der RBNZ im Mai eingepreist, wobei Prognosen darauf hindeuten, dass die Zinsen bis Ende des Jahres auf 2,75% sinken könnten.

Neuseeländischer Dollar FAQs

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.


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